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12. August 2009 3 12 /08 /August /2009 23:59

Dem „Runden Tisch Heimerziehung“ droht das Aus. So heißt es in der FAZ vom 11. August 2009. Die FAZ weiß auch, warum. Der Verband ehemaliger Heimkinder (VeH) hat sich mit den falschen Leuten verbandelt.

Dies sehe ich auch so. In meiner Anhörung am Runden Tisch am 2. April 2009 sagte ich: Die ehemaligen Heimkinder sind Verbindungen eingegangen, die das Projekt zum Scheitern bringen könnten.

Aber die FAZ schreibt nicht, wie es dazu kam. Sie schreibt nichts von dem Unstern, den (professionell oder leyenhaft?) die Familienministerin gleich zu Beginn des Runden Tisch aufgehen ließ mit den Worten: „Die Einrichtung eines nationalen Entschädigungsfonds wird von Bundestag und Bundesregierung nicht angestrebt.“

Damit hat Frau von der Leyen einen ungeheuren Vertrauensschaden angerichtet. Die FAZ kann offenbar die verheerenden psychologischen Auswirkungen dieses Satzes nicht abschätzen.

Die FAZ schreibt auch nichts von dem äußerst schleppenden und schwierigen Beginn des Runden Tisches, angefangen von der ministerin-bedingten Startverzögerung und der Suche nach einem neuen Ausrichter (unter Gesichtwahrung der Ministerin), schreibt nichts von den sonstigen Anlaufschwierigkeiten, die zwar normal sind, aber das Mißtrauen der Heimkinder vermehrt haben.

Die FAZ schreibt nichts von der völlig unprofessionellen Art des Runden Tisches. Anscheinend unerfahren im Umgang mit Menschen, die stigmatiert und in ihrer Biographie geschädigt sind. Solche Menschen benötigen vertrauensbildende Maßnahmen, um dann (vielleicht) das Prozedere zu akzeptieren. Doch wer nicht transparent arbeitet, kann kein Vertrauen gewinnen. Die Vertreter der ehemaligen Heimkinder haben sich in ein Schweige- und Warte-Kartell einbinden lassen und ihrerseits das Vertrauen eingebüßt.

Ist es ein Wunder, wenn die ehemaligen Heimkinder nach Verbündeten gesucht haben? Es waren leider die falschen.

Das läßt sich alles nachlesen unter:

http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/04/05/anhorung-runder-tisch-2-april-2009/

Wenn es also zum Scherbenhaufen kommt, dann bitte ich um Fairneß beim Scherbengericht. Die ehemaligen Heimkinder kommen dabei erst an dritter Stelle, nach der Ministerin und nach der Leitung (und Besetzung?) des Runden Tisches.

Und was die Anwälte betrifft, so haben sie ja immer noch die Gelegenheit zu zeigen, daß sie nicht nur bellen können, sondern daß sie auch Zähne haben, ja, sogar zubeißen können.

PS: Den nachstehenden Beitrag hatte ich vor der FAZ-Meldung geschrieben. Darin heißt es: „Doch vertrauensbildende Gesten „kann“ der Runde Tisch immer noch nicht. Wann lernt er es?“

Ich hoffe, daß es doch noch nicht zu spät ist.

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Published by Helmut Jacob
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