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12. Juli 2009 7 12 /07 /Juli /2009 14:01
Meldung:

Erzbischof sichert ehemaligen Heimkindern Hilfe zu

Tagespresse z.B.: Märkische Oderzeitung online vom  14. Juni 2009
Die Heimkinder brauchen keine Hilfen, schon gar nicht von den Tätern bzw. den Rechtsnachfolgern dieser Täter. Es sind die Kirchen, die schon längst Hilfe brauchen! Ihr Ruf ist dermaßen ruiniert, dass es schon ein Bild des Jammerns ist. Was haben sie versucht, die Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in den Bereich der Fabel und Märchen zu drängen. Erst, als ihnen ihre Sünden quasi um die Ohren gehauen wurden, erkannten sie, nein, sie wussten es bereits vorher, dass an den Geschichten sehr viel wahr ist. Trotzdem tricksten sie herum und behaupteten frech und dreist, dies seien alles nur Einzelfälle. Nun, da ihnen auch diese Lüge niemand abnimmt, sprechen sie von gehäuften Einzelfällen.

Vordergründig entschuldigen sie sich, hintenherum schlagen sie den Opfern ihrer Verbrechen allerdings erneut mitten ins Gesicht. Würden sie einen Funken Aufrichtigkeit besitzen, stellten sie sich mit wehenden Kirchenfahnen vor die Opfer und würden lauthals Opferentschädigung im Sinne einer Grund-Opferrente in Anlehnung an das Opferentschädigungsgesetz (OEG) verlangen. Für die besonders Betroffenen würden sie gestaffelte Zuschläge einfordern. Damit würden sie verhindern, dass jedes Opfer, das sich bisher bereits unter größter psychischer Belastung mit diesen Verbrechen in seiner Kindheit und/oder Jugend auseinandergesetzt hat, noch einmal die Hose fallen lassen muss, um für ein verpfuschtes Leben ein ganz kleines bischen entschädigt zu werden.

Soviel Aufrichtigkeit ist bisher selbst am Horizont nicht zu sehen. Kottnik und seine Glaubensbrüder verlangen eine Einzelfallprüfung. Sie wissen natürlich, dass dieses Verfahren meist dem Wege der biologischen Problemlösung sehr entgegenkommt. Viele werden diesen Tag nicht mehr erleben. Sie wissen auch, dass ein großer Teil der Opfer diesen schmerzlichen Prozess der Auseinandersetzung mit frühem Leid und Qualen nicht noch einmal durchmachen wollen und eher auf diese staatlichen Almosen verzichten. Sie, die Kirche, wird sich hüten, auch nur einen Cent zu zahlen. Seit Jahrzehnten hat sie es verstanden, ihren Reichtum zu verbergen. Jedes Jahr fliegen den Kirchen vier bis sechs Milliarden Euro ohne großes Tun entgegen. Erst in letzter Zeit berichten kritische Fernsehmagazine, wie wenig davon sie inverstieren. Es sind laut neuesten Berechungen unter 10%.

Das Anbieten irgendwelcher Hilfestellungen seitens der Kirchen ist der schamlose Versuch, von ihren Schandtaten abzulenken. Sie spielen sich als barmherzige Samariter auf und wollen ihren Schafen weißmachen, dass ihre Seele sauber ist. Dem ist nicht so. Nach den Verbrechen in den 50er, 60er und 70er Jahren vergehen sie sich erneut an jedem einzelnen Opfer durch ihre Verharmlosungen, Tatsachenverdrehungen, Falschdarstellungen und Untergrabungen berechtigter Entschädigungsforderungen.

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Published by Helmut Jacob
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