Mit dem folgenden Beitrag zieht Klaus Klüber, Eigner der HP www.ex-heimkinder.de, eine kritische Zwischenbilanz zu den „Bemühungen“, dem Leid ehemaliger Heimkinder an den runden Tischen Genugtuung zu verschaffen. Am Beispiel einer Anhörung vor dem Hessischen Landstag, weist er auf die immer noch unzureichende Bereitschaft der Beteiligten hin, sich angemessen und opferorientiert mit diesem düsteren Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen:
Runde Tische - Kungel zwischen Kirche und Staat ohne Nutzen für ex-Heimkinder oder Gesellschaft.
Ohne Zweifel hat die Veröffentlichung des Buches "Schläge im Namen des Herrn" durch den Spiegelautoren Peter Wensierski, in dem er auf die geradezu unvorstellbar entwürdigenden Erziehungspraktiken in staatlich und kirchlich geführten Heimeinrichtungen während der Nachkriegszeit gegenüber Kindern und Jugendlichen aufmerksam machte, bereits einige Betroffenheit innerhalb unserer Gesellschaft ausgelöst.
Doch obwohl seine Veröffentlichung von einem gewaltigen Medienecho begleitet wurde, weigerten sich nahezu alle Verantwortungsträger aus Kirchen, Staat und Sozialwesen die Dimension und eigenen Anteile an diesem gesellschaftlichen Skandal aufzugreifen.