Ich hab' mal nachgefragt
Bundesverband Diakonie - Vorstand Sozialpolitik
Frau Maria Loheide
Reichensteiner Weg 24, 14195 Berlin
Telefax: 030 830 01777
Meine Spende an die Diakonie – Ihr Schreiben vom 16. August 2012
Sehr geehrte Frau Loheide!
Nachdem ich den Bericht in „evangelisch.de“,
http://aktuell.evangelisch.de/artikel/3119/diakonie-kaempft-mit-millionenloch?destination=node/3119
laut Impressum auf der Homepage „ein Produkt des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik“, http://www.evangelisch.de/impressum noch einmal gelesen habe, glaube ich in diesem Fall nicht an „den Nachteil, dass Positionen oder Sachverhalte nur verkürzt zum Ausdruck kommen können“. Was hat das eine Evangelische Werk davon, das andere falsch zu zitieren? Ihre Pressesprecherin wird in dem Internetartikel wie folgt wiedergegeben: „Auch hohe Reisekosten wegen der zwei Standorte Berlin und Stuttgart sowie die Einzahlung in den Heimkinderfonds hätten den Haushalt zusätzlich belastet, sagte Burbach-Tasso dem Evangelischer Pressedienst (epd)“. „evangelisch.de“ wird sich diese entscheidenden Fakten sicher nicht ausgedacht haben.
Wollen Sie etwa einen Flop Ihrer Pressesprecherin der ach so bösen Presse in die Feder schieben?
Meine Erfahrungen aus dem Umgang des Diakonischen Werkes mit Ihren Heimopfern haben mich gelehrt, dass Ihr Haus selbst oft mächtig an der Wahrheit und Klarheit vorbeigeschliddert ist. So denke ich beispielsweise an die kosmetischen Formulierungen, die Ihr Ex-Diakoniepräsident Kottnik zur Zwangsarbeit in vielen Kinder- und Erziehungsheimen gefunden hat. Die Liste der öffentlichen Falschaussagen der Diakonie auf allen Ebenen ist viel zu lang, als dass jede Falschmeldung und Falschformulierung an dieser Stelle aufgeführt werden könnte. Auch das Wirken des Diakonie Bundesverbandes am „Runden Tisch Heimerziehung“ hat den Opfern Ihrer Einrichtungen noch einmal zusätzlich geschadet. Wer Hand in Hand mit den Tischnachbarn am RTH die drei schwächlichen Opferverteter - ohne Mandat der meisten Opfer - (meine Höflichkeit verbietet es, zu schreiben: „über den Tisch gezogen hat“) benachteiligt und die Almosen-Empfehlungen des RTH mit entschieden hat und heute lautstark öffentlich verteidigt, diktiert keine missverständlichen Fakten in Reporterblöcke.
Ihre Einrichtung wurde erneut zum Täter, weil sie dazu beigetragen hat, dass Ihren Opfern Widergutmachung, Schmerzensgeld, Sicherung des Lebensabends nach verkorkster Kindheit und Jugend verweigert wird und sie stattdessen mit lächerlichem Schweigegeld abgespeist werden sollen.
Mit freundlichen Grüßen
Siehe auch: Rettet die Diakonie! Tätervertreter brauchen die Unterstützung der Opfer!