02.04.12: Frustration über Hilfsfonds für Heimkinder
Die Leiterin der Berliner Beratungsstelle wirft den Job hin und beklagt mangelhafte Ausstattung und Vorgaben. Beratungsstellen in anderen Bundesländern teilen ihre Kritik an zu viel Bürokratie. http://www.welt.de/politik/deutschland/article106148458/Frustration-ueber-Hilfsfonds-fuer-Heimkinder.html
"Unverantwortlich, Hoffnungen zu wecken und sie dann nicht zu erfüllen"
Bislang gebe es noch nicht einmal richtige Antragsformulare, berichtete Gerstner. "Ich halte es für unverantwortlich, bei den Betroffenen Hoffnungen zu wecken und sie dann nicht zu erfüllen."
http://www2.evangelisch.de/themen/gesellschaft/umgang-mit-heimkindern-empathie-reicht-nicht60645
Erklärung der GskA zum Ausscheiden von Daniela Gerstner als Leiterin der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder (03.04.2012)
... Frau Gerstner ist eine engagierte Unterstützerin der ehemaligen Heimkinder und hat sich als ihre Beraterin auch in schwierigen Lebenslagen bewährt. In der Anlauf- und Beratungsstelle geht es aber nicht zuletzt auch um die Vereinbarung von Leistungen aus dem „Fonds Heimerziehung“, die von vielen Betroffenen für nicht ausreichend gehalten werden.
Die Mitarbeiter_innen der Beratungsstelle müssen mit dem Widerspruch leben, dass die Leistungen, die der Fonds ermöglicht, für viele gleichzeitig eine Enttäuschung bedeuten, insbesondere wenn bei ihnen durch missverständliche Presseberichte weitergehende Erwartungen geweckt worden sind.
Frau Gerstner hätte diese Problematik von Anfang an bewusst sein können.
Es war vom Beginn an klar, dass die Aufgabe der Anlauf- und Beratungsstelle u.a. darin bestehen würde, zwischen weiter gehenden Bedarfen und Erwartungen sowie beschränkten Möglichkeiten zu vermitteln.
http://www.abeh-berlin.de/aktuelles/
"Die Mitarbeiter_innen der Beratungsstelle müssen mit dem Widerspruch leben ..."
Müssen sie das? Warum eigentlich? Schon mal was von Courage gehört?