Heimopfer helfen mit einer
Suchmeldung
Die [Bergische] Diakonie [Aprath] sucht gegenwärtig nach einem
Wissenschaftler,
der die Vorgänge [Missbrauchsfälle]
für 50.000 Euro
„umfassend“
aufarbeiten könne.
Man habe bei anderen Diakonien angefragt, bei denen ebenfalls Missbrauchsfälle aufgetreten seien. Die Wissenschaftler, die die dortigen Fälle untersuchten, könnte auch für das Moitzfelder Heim in Frage kommen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml
Angebote an:
Bergische Diakonie Aprath
Otto-Ohl-Weg 10
42489 Wülfrath
Telefon (0202) 27 29-0
Telefax (0202) 27 29-381
E-Mail infoKeinText@bergische-diakonie.de
Vertretungsberechtigt:
Der Vorstand
Pfarrer Peter Iwand und Gerhard Schönberg
Ich bitte alle Leser mit HP oder Blog (oder zwitschert es bei Twitter) um Veröffentlichung!
Wir alle sind aufgerufen, der Diakonie beizustehen.
Helmut Jacob
… und nächste Woche machnwa ne Spendengala.
Dierk Schaefers Blog
»Missbrauch: Aufklärung ist Kostenfrage«
Veröffentlicht in heimkinder von dierkschaefer am 24. September 2010
»200 Tausend Euro hätte die Untersuchung kosten sollen. … Jetzt sucht die Diakonie nach einem anderen Wissenschaftler… «
http://www.radioberg.de/berg/rb/516437/news/bergisches [Freitag, 24. September 2010]
Wer sauber soziologisch arbeitet, kommt mühelos zu solchen Kosten für die Untersuchung vergangener Mißbräuche. Frage ist nur, ob man das so im Detail erforschen muß. Mit 200 Tausend kann man besseres anstellen. Nehmen wir das „Sonderangebot“ der Jesuiten: Bei 5.000,00 € pro Fall könnten immerhin 40 mißbrauchte „Knaben“ … ja, was denn nur: entschädigt? brüskiert? ruhig gestellt? werden.
Wie auch immer und unabhängig von jesuitischer Schuldmoral: Mit dem Geld könnte man besseres tun, als eine weitere Studie zu finanzieren. Doch anstatt sich direkt um die mißbrauchten Kinder zu kümmern, sucht die Bergische Diakonie nach einem Wissenschaftler, der ein Sonderangebot macht. Es wird danach sein. Für 200 Tausend kriegt man immerhin eine zwar überflüssige, aber ordentliche Untersuchung. Für vielleicht 150 Tausend gibt es dann eine überflüssige Untersuchung, die wissenschaftlichen Standards nicht standhält. Aber so zeigt die Bergische Diakonie wenigsten, daß sie sich nicht lumpen läßt.
Hony soit, qui mal y pense – ein Schuft, der schlecht darüber denkt.
Nachtrag:
»Die Diakonie sucht gegenwärtig nach einem Wissenschaftler, der die Vorgänge für 50.000 Euro „umfassend“ aufarbeiten könne. Man habe bei anderen Diakonien angefragt, bei denen ebenfalls Missbrauchsfälle aufgetreten seien. Die Wissenschaftler, die die dortigen Fälle untersuchten, könnte auch für das Moitzfelder Heim in Frage kommen.«
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml [Mittwoch, 29. September 2010]
Wenn’s nicht so traurig wäre, müßte man lachen über die Naivität der Diakonie. Doch der Vorgang spricht für sich. Die Leitung der Diakonie sollte sozialpädagogische Kenntnisse haben und damit auch eine Vorstellung von wissenschaftlichen Erhebungen. Entweder hat sie das nicht, dann ist sie fachlich ungeeignet für ihre tägliche Arbeit, oder sie weiß, daß eine solche Untersuchung nicht „für lau“ zu haben ist, dann betreibt sie Augenwischerei. Es ist völlig korrekt, daß Prof. Wolf dafür nicht herhalten will.
Und wenn die Diakonie nicht einmal das Geld für eine ordentliche Untersuchung hat, wie will sie dann Entschädigungen aufbringen, die den Namen verdienen. Die können doch dann auch nur „lau“ sein – und darauf scheint es hinauslaufen zu sollen.
http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/09/24/%C2%BBmissbrauch-aufklarung-ist-kostenfrage%C2%AB/