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11. Januar 2011 2 11 /01 /Januar /2011 00:00

Erwarte nicht, dass andere die Scherben Deiner Kindheit zusammenfegen, - tue es selbst!

 

Jetzt ist es an der Zeit, dass jedes Heimopfer, ob Ehemaliger eines Erziehungsheimes, eines Behindertenheimes mit Erziehungsauftrag, eines ähnlichen Heimsystems in der ehemaligen DDR, selbst aktiv wird. Sie haben aus der Presse erfahren, dass der Runde Tisch Heimerziehung unter Vorsitz von Dr. Antje Vollmer am 13. Dezember 2010 der Öffentlichkeit seinen Abschlussbericht vorgelegt hat. Dieser Abschlussbericht steht berechtigterweise erheblich in der Kritik. Zum einen ist er nicht einstimmig verabschiedet worden, es wurde erheblicher Druck aufgebaut und den insgesamt sechs Opfervertretern gedroht: Entweder ihr stimmt zu oder es gibt gar nichts. Zum anderen stellt dieser Bericht eine Verhöhnung der Opfer dar. Auf einer Seite dokumentiert man, wie sehr man den Opfern glaubt, auf den dann folgenden Seiten stellt man diese Glaubwürdigkeit in Frage. Die Forderung der Opfervertreter nach einer monatlichen Opferrente oder einer Einmalzahlung für erlittene Gewalt wurde völlig ausgeblendet. Der gesamte Abschlussbericht ist, wie bereits der Zwischenbericht und die gesamte Arbeit des Runden Tisches Heimerziehung, ein Skandal.

 

Sie finden den Abschlussbericht unter diesem Link:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Runder_Tisch_Heimkinder__Vollm/RTH_Abschlussbericht-auf_HP_RTH-67.pdf

 

Sie finden eine Analyse des Abschlussberichtes von Prof. Dr. Manfred Kappeler unter diesem Link:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Aktuelles/Abschlussbericht_RTH.doc

 

Wenn Sie dieses Informationsmaterial lesen, sind Sie informiert. Und das müssen Sie auch sein. Sie müssen einmal abstimmen über die Entschädigungshöhe (beim VeH) 120 Millionen Euro, wobei mögliche Antragsteller max. 4.000 Euro erhalten sollen und einmal (bei Pastor Dierk Schäfer) über die Legitimation des Runden Tisches überhaupt.

 

Sie, und damit spreche ich Sie persönlich an, sind nun aufgefordert, zweimal abzustimmen. Einmal bei Pfarrer Dierk Schäfer, ein zweites Mal beim Verein Ehemaliger Heimkinder. Wenn Sie für sich das Optimalste erreichen wollen, wählen Sie nicht die eine oder andere Abstimmungsalternative, sondern entschließen sich zur Abstimmung bei beiden Anbietern.

 

1. Abstimmung Dierk Schäfer.

Dazu schreibt Pfarrer Dierk Schäfer:

http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/09/aufruf-an-alle-ehemaligen-heimkinder/

Aufruf an alle ehemaligen Heimkinder

zur Abstimmung über die Ergebnisse des Runden Tisches Heimkinder

Nanu, werden Sie sagen, wenn Sie den bisherigen Verlauf nicht mitbekommen haben: Es läuft doch schon eine Abstimmung, die vom VeH.

Warum zwei Abstimmungen? Es sind zwei unterschiedliche Abstimmungen. Diese hat eine andere Stoßrichtung als die vom VeH.

Was ist der Unterschied?

Diese Abstimmung ist „umständlicher“. Es ist keine Internetabstimmung, sondern es gelten ausschließlich Stimmen, die mir per Post gesandt werden.

Warum so umständlich? Nur eine Abstimmung, die weitgehend gegen Fälschungen gesichert ist, kann einer Überprüfung standhalten. Eine Abstimmung per Post ist schwieriger zu manipulieren, als eine im Internet.

Wer kann oder darf überprüfen? Nur ein Notar mit Amtsverschwiegenheit darf die Korrektheit der Auszählung überprüfen.

Und die anderen, meine persönlichen Daten? Hier kann nur die Korrektheit der Adresse überprüft werden und die Angaben zu den Heimen. Doch das erst, wenn ich die Stellungnahme vom Stimmzettel abgeschnitten habe.

Und was machen Sie damit? Ich garantiere den Datenschutz, trenne die persönlichen Angaben von der Stellungnahme, hebe beides getrennt voneinander auf und vernichte die Stimmzettel: Die Stellungnahmen nach drei Jahren (oder früher, nach notarieller Beurkundung), die persönlichen Daten nach einem Jahr. Ihr Name und Ihre Adresse sind absolut geschützt und werden von mir an niemanden weitergegeben.

Und warum das Ganze? Mir geht es um die Frage nach der Legitimität des Runden Tisches und seinen Empfehlungen. Die drei ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch sind nur Einzelpersonen mit persönlicher Heimerfahrung. Sie haben dem Ergebnis des Runden Tisches zugestimmt. Meine Frage ist, ob auch Sie diesem Ergebnis zustimmen, es ablehnen oder sich nicht entscheiden wollen/können.

Wo liegt mein Risiko? Ihre Stellungnahme bleibt anonym. Außerdem ist die Frage so formuliert, daß niemand Positionen aufgibt, die im Abschlußbericht vorkommen und auch positiv bewertet werden könnten.

Was ist der Vorteil? Wenn an der Abstimmung genügend ehemalige Heimkinder teilnehmen und das Ergebnis eine klare Position ergibt, dann hat der Bundestag, dem das Ergebnis des Runden Tisches vorgelegt wird, eine Stellungnahme, die über mehr Legitimation verfügt, als allein die des Runden Tisches. Dies könnte die Beratungen im Bundestag positiv beeinflussen.

Und die Abstimmung des VeH? Diese Abstimmung und die parallel laufende des VeH sollen einander ergänzen. Die Abstimmung des VeH beschränkt sich auf die finanzielle Entschädigung und läuft auf eine Nachforderung hinaus. Das ist ein wichtiger zweiter Schritt. Der erste muß die grundsätzliche Frage nach der Legitimität des Runden Tisches und seiner Ergebnisse sein.

Ich empfehle Ihnen, sich an beiden Abstimmungen zu beteiligen.

Doch denken Sie daran: Bei mir kostet es 55 Cent Porto.

Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf per Mail, Forumsbeiträgen oder in Ihrem Blog! Schicken Sie ihn auch mit Stimmzettel an ehemalige Heimkinder, die keinen Internetzugang haben.

Und hier geht’s zum  Stimmzettel

Hier der Stimmzettel von Pfarrer Dierk Schäfer:

http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/01/stimmzettel.pdf

 

Wer seinen Stimmzettel direkt im Abstimmungsformular ausfüllen will (ggfls. bei Behinderung) findet unter folgendem Link das identische Formular als Doc-Datei.

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Abstimmung_uber_den_Runden_Tis/stimmzettel_Schafer.doc

 

Das Abstimmungsformular sieht so aus:

 

Abstimmformular-Schafer-1.jpg

Abstimmformular-Schafer-2.jpg

Abstimmformular-Schafer-3.jpg

 

2. Abstimmung des Vereins Ehemaliger Heimkinder (VeH)

 

Der VeH schreibt:

+++Bitte stimmen Sie hier bis zum 15.03.2011 ab +++

Liebe ehemalige Heimkinder, liebe Freunde, liebe Mitglieder des VEH e.V., 

Der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ hat beschlossen, in seinem Abschlussbericht folgende Empfehlung an den Deutschen Bundestag bezüglich einer „finanziellen Entschädigung“ zu geben: 

„Der Runde Tisch hält eine Summe von 120 Millionen € für die Ausstattung des Fonds/der Stiftung für erforderlich, die sich aufteilt in 20 Millionen € für den „Rentenersatzfonds“ und 100 Millionen € für den „Fonds für Folgeschäden der Heimerziehung“. 

Getragen werden soll der Fonds/die Stiftung jeweils zu einem Drittel von 

  • „Bund,
  • Ländern und Kommunen,
  • Katholischer Kirche und Evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbände und Ordensgemeinschaften.“

Der Fonds soll finanzieren:

  • „therapeutische Hilfen, beispielsweise Sicherstellung von Therapien, wenn die primär verpflichteten Leistungsträger eine Kostenübernahme verweigern;
  • Übernahme von Kosten bei der Aufarbeitung, beispielsweise Kosten von Verwandtensuche, Akteneinsicht, Fahrtkosten zur damaligen Einrichtung, Veröffentlichung von Biografien;
  • Unterstützung bei besonderer Hilfsbedürftigkeit, beispielsweise Hilfe bei; der Beschaffung von (medizinischen, orthopädischen, technischen etc.) Hilfsmitteln;
  • Beratungs- und Betreuungskosten (zum Beispiel Rechtsanwälte), beispielsweise Unterstützung bei Ämtergängen und -kontakten;
  • Qualifizierungsmaßnahmen, beispielsweise Hilfe bei der Vermittlung und Finanzierung von Nachqualifikationen oder Unterstützung bei Umschulungen;
  • Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter (zum Beispiel zur Vermeidung von Heimaufenthalten);
  • Unterstützung für Menschen in besonderen sozialen Notlagen.“

Da wir wissen,

  • dass vielen diese Zahlungen ein Schlag ins Gesicht,
  • eine erneute Demütiung,
  • ein Hohn bedeuten und
  • dieses so nicht hingenommen werden kann, haben wir beschlossen, weiter um unser gutes Recht zu kämpfen: Nämlich eine „Entschädigung“ die diesen Namen verdient.

Wir wollen

  • mindestens 300 € monatlicher Rente oder – wahlweise –
  • eine Einmalzahlung von 54.000 € pro Person!

Bitte stimmen Sie hier ab,

um Bund, Ländern und Kirche zu zeigen, das wir nicht bereit sind, eine solche Demütigung hinzunehmen!

Bei dieser online-Abstimmung kann nur EINMAL PRO COMPUTER abgestimmt werden und die Stimmen werden automatisch auf dem Server ausgezählt! Nach Abschluss der Abstimmung werden die Stimmergebnisse veröffentlicht werden.

+++Bitte stimmen Sie hier bis zum 15.03.2011 ab +++

 

Das Abstimmungsformular ist unter folgendem Klick zu erreichen:

http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ

 

Es sieht so aus:

 

Abstimmformular-VeH.jpg

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Published by Helmut Jacob
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