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27. August 2010 5 27 /08 /August /2010 15:52

Missbrauch in evangelischen Heimen: Kirche bittet um Vergebung
Vizepräsident Henz: "Nehmen beschämt wahr, was passiert ist"
Bielefeld. Die evangelischen Kirchen in Westfalen und Lippe haben
ehemalige Heimkinder um Vergebung gebeten. "Wir nehmen beschämt wahr, was damals in evangelischen Heimen passiert ist, und bitten dafür um Vergebung", erklärte der theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Albert Henz, in einer in Bielefeld veröffentlichten Erklärung.
Das Unrecht, das Heimkindern in den 50er und 60er Jahren widerfahren sei, solle öffentlich anerkannt werden, bekräftigte der Theologe nach einem Treffen mit rund 20 ehemaligen Heimkindern, zu dem die westfälische und die lippische Landeskirche eingeladen hatten.
Wo Sie auch sind...Ihre NW!
"Auch wenn wir persönlich keine unmittelbare Verantwortung dafür haben, stehen wir doch in der Kontinuität unserer eigenen Geschichte", unterstrich Henz.
http://www.nw-news.de/lokale_news/biele feld/bielefeld/3718625_Missbrauch_in_ev angelischen_Heimen_Kirche_bittet_um_ Vergebung.html

 

Kommentar

 

Es sind Krokodilstränen die der Vizepräsident der EKvW vergießt. Sie entspringen wahrscheinlich einem ökumenischen Maßnahmenkatalog zur Beruhigung der Zeitgeister und sind auch auf der katholischen Seite reichlich zu finden. Daher ist auch seine Äußerung nicht ernst zu nehmen. In diesem Maßnahmenkatalog steht ebenfalls, daß man nicht nur Gefühlsbesoffenheit demonstrieren soll, sondern tunlichst jede Schuld von sich weisen muß! Schließlich könnten die Opfer ja auf den Gedanken von Wiedergutmachung kommen. Dies hat auch Albert Henz sofort erkannt. Seiner angeblichen Betroffenheit folgt auf dem Fuß: "Auch wenn wir persönlich keine unmittelbare Verantwortung dafür haben, ...". Daß er nicht verantwortlich ist, weiß der Dümmste, aber er verschweigt seine Verantwortung in der Rechtsnachfolge. Das Diakonische Werk beispielsweise ist Rechtsnachfolger der Inneren Mission. Evangelische Kirche und Innere Mission haben sich ein Aufgabengebiet unter die Nägel gerissen, von dem sie keine Ahnung haben. Sie haben etliche Backstuben (Heime) unter ihren Dächern eröffnet oder geduldet, ohne zu wissen, was man mit Mehl (Kleinkindern, Schulkindern, Jugendlichen, Behinderten) überhaupt tut. Zusätzlich war ihnen das Wort "Aufsichtspflicht" wahrscheinlich völlig fremd, sonst hätten sie mal ihre Nasen in die verschiedenen Backstuben hineingesteckt, um zu prüfen, ob es in den Ecken stinkt. Aus dieser Verantwortung werden sich die Evangelische Kirche und das Diakonische Werk nicht stehlen können. Ihnen wird ein wissenschaftliches Dokument nach dem anderen um die Ohren gehauen, das auch ihr Versagen und damit Ermöglichen von Verbrechen dokumentiert.

Hier noch einige Tips für die Evangelische Kirche zum Abwimmeln von Ansprüchen. Der Vorstand des Evangelischen Erziehungsverbandes e.V empfiehlt:

http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Evangelischer_Erziehungsverband_-_Bundesverband_Evangelischer_Einrichtungen_e_V_-_am%2003.03.2006_-_regt_an.html

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Published by Helmut Jacob
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