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13. Oktober 2013 7 13 /10 /Oktober /2013 14:14

Helmut Jacob

Am Leiloh 1

58300 Wetter (Ruhr)

13. Oktober 2013

 

An den Vorsitzenden der

Deutschen Bischofskonferenz

Erzbischof Robert Zollitsch

Kaiserstraße 161

53113 Bonn

Fax: 0228 / 103-299

Unser Schreiben vom 18. September 2013 – Nachtrag

Sehr geehrter Herr Zollitsch!

Aus aktuellem Anlass verweise ich noch einmal auf unser o.g. Schreiben. Ich habe den Text zur Erinnerung am Ende dieses Schreibens angefügt.

Angesichts der Verschwendungssucht Ihres Kollegen Tebartz-van Elst habe ich Sie aufgefordert, mehr finanzielle Hilfe als bisher an die Opfer Ihrer Kirche auszuzahlen.

Jetzt ist bekanntgeworden, dass die Umbaumaßnahmen des Bischofssitzes in Limburg weit über 30 Mio. Euro betragen. Ihre Kirche zahlt allerdings nur 15 Mio. Euro in den Opferfonds ein. Ich habe Ihnen bereits mitgeteilt, dass jedes Opfer aus diesem Fonds ca. 5.000 Euro erhält. Ihr Anteil beträgt damit 850 Euro pro Opfer.

Ich frage Sie eindringlich:

Können Sie wirklich diese beleidigende und lächerliche Summe vor Ihren Opfern, vor Ihrem Glauben, vor Ihrem Heiligen Vater und vor Ihrem Gewissen verantworten? Wenn nicht, dann handeln Sie jetzt. Lieber heute als morgen.

Vor dem Hintergrund dieser skandalösen Geldverschwendung erwarte Ihre Opfer mehr denn je eine Stellungnahme zu diesem Brief. Ihre Verweigerung einer Antwort würde Ihrer Kirche ein weiteres Mal schaden.

Mit freundlichem Gruß

Helmut Jacob

 

Brief vom 18. September 2013:

"Bitte, macht euch nicht lächerlich! Seid Heilige, oder aber geht zurück in eure Diözesen und arbeitet als Pfarrer."

"Es tut mir weh, wenn ich einen Priester oder eine Nonne in einem nagelneuen Auto sehe".

Sehr geehrter Herr Zollitsch,

diese Zitate stammen nicht von mir. Sie stammen von Ihrem obersten Chef Papst Franziskus. Er ist es auch, der – man hat das Gefühl, fluchtartig - die Suite des Papstes verlassen hat und ins Gästehaus Santa Marta gezogen ist. "Dort bin ich nicht isoliert", soll er geäußert haben.

In den letzten Tagen wird er auch Bischof Tebartz die Leviten gelesen haben. Nicht umsonst stammelte dieser eine Entschuldigung, die in etlichen katholischen Kirchen verlesen wurde.

Papst Franziskus hat die Marschrichtung vorgegeben: Jetzt ist Schluss mit Prunk und Geprotze! Er selbst fährt einen Ford Focus und erwartet von allen kirchlichen Mitarbeitern, Sparsamkeit zu üben und Gebrauchtwagen zu nutzen. Der Ausbau der Bischofsresidenz in Limburg ist ihm ein Greuel. Auch andere Residenzen heißt er nicht gut. So in Rottenburg das Bischöfliche Ordinariat. Der evangelische Theologe im Ruhestand, Dierk Schäfer aus Bad Boll, hat das Anwesen fotografiert. Sie finden die Fotos unter

http://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/9648665787/lightbox/

In den drei Nachkriegsjahrzehnten und bis heute haben unbeschreibliche Verbrechen in allen Facetten unter den Dächern der Katholischen Kirche stattgefunden. Sie reichen von brutalsten Schlägen bis hin zu Vergewaltigungen von jugendlichen Männern und Frauen. Selbst Kinder mussten für die perversen Gelüste von katholischen Erziehern, Patern und Priestern ihren Körper hinhalten. Neben den physischen und sexuellen Gewalttexzessen wurden sie auch psychisch gequält. Unvergessen ist die Geschichte einer Frau, die als kleines Kind von einer Nonne zu nächtlicher Stunde durch den Heimflur zum Hinterhof gezerrt wurde. Dort wurde dem Kind eine Schaufel in die Hand gedrückt mit der Aufforderung: Du schaufelst jetzt dein eigenes Grab! Ihr wurde mitgeteilt, sie habe sich dort hineinzulegen, um von der Ordensschwester dann lebendig begraben zu werden. Einen winzigen Einblick in die Verbrechen der Katholischen Kirche finden Sie auch auf der Homepage einer Gruppe behinderter Opfer:

www.gewalt-im-jhh.de

Auf den Seiten „Blick über den Tellerrand“ finden Sie das, was als Hölle auf Erden bezeichnet werden kann. Insgesamt sind wenigstens 800.000 Opfer zu beklagen, und dies ist ein geschönte Zahl. Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht eingerechnet. Auch die älteren Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.

Für all diese Scheußlichkeiten zahlt die Katholische Kirche zusammen mit der evangelischen Seite 30 Millionen Euro und verkauft dies als Entschädigung. Im Durchschnitt bekommt jedes, für sein Leben gezeichnete Opfer, 5.000,-€. Der Umbau der Bischofsresidenz von Tebartz kostet wenigstens 10 Millionen Euro. Genaue Zahlen wird der Kirchensteuerzahler nie erfahren. Müsste sich die Katholische Kirche angesichts dieser Diskrepanz nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche für Luxus und Geprotze Kirchengelder aus dem Fenster wirft und für ihre Opfer lediglich Almosen bereithält?

Kehren Sie um! Werden Sie arm für die Ärmsten! Werden Sie arm für die Opfer Ihrer Katholischen Kirche! Führen Sie diese Luxusresidenzen einer neuen Bestimmung zu und machen sie daraus beispielsweise Urlaubs- und Erholungshäuser für Ihre Opfer und ihre Angehörigen! Nutzen Sie die Großküchen für Armenspeisungen und das bischöfliche Büro als Konferenzsaal für Heimkinder, die um ihre Rechte kämpfen. Verkaufen Sie die Luxuskarossen und legen Sie sich Kleinwagen zu! Nutzen Sie die eingesparten Millionenbeträge, um den Opfern der Katholischen Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb eines Heimes zu ermöglichen! Wann endlich fangen Sie an, den unter Ihren Dächern geschändeten, zusammengeschlagenen, in der Psyche vernichteten Menschen eine echte Entschädigung zu zahlen? Wären Sie damit einverstanden, wenn ich Ihre Dienstlimousine zu Schrott fahren, den Außenspiegel reparieren und dann sagen würde: „Sorry, mehr ist nicht drin.“?

Diesen Offenen Brief stelle ich ins Internet, weil viele Opfer infolge ihrer Misshandlungen in der Gesellschaft gescheitert sind und mangels Einkommen keine finanziellen Möglichkeiten haben, sich aus der Presse und anderen Medien zu informieren. Auf dieser Seite werden wir ebenfalls Ihre Antwort abdrucken. Sie sind es den Opfern Ihrer Kirche schuldig, auf die Forderungen der Opfer einzugehen.

 

Suchwörter: Bischof Tebartz-van Elst, Erzbischof Zollitsch, Katholische Kirche, Limburg, Heimkinder, Heimopfer, Opferfonds, Runder Tische Heimerziehung, 

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Published by Helmut Jacob
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