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10. November 2011 4 10 /11 /November /2011 21:10

„Deutschland deine Kinder“ ist eine bisher zehnteilige Dokumentation, in der die Leiden der Heimkinder und der Umgang mit der Vergangenheit aufgezeigt werden. Diese Serien ist teils unerträglich in den Schilderungen von Verbrechen an Kindern und Jugendlichen. Sie bergen die Gefahr der Retraumatisierung und sollten nur von jenen gelesen werden, die entsprechend gefestigt sind. Für sie allerdings sind diese Beiträge eine wichtige Quelle an Informationen über die Gräuel und Misshandlungen in den Nachkriegsjahrzehnten.

Verfasser dieser Serie ist der „Humanistische Pressedienst“ (h/pd).

Hier eine Übersicht über die ersten zehn Beiträge:

 

Teil 1: „Der „Runde Tisch Heimerziehung“ hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Dazu ist noch einiges zu sagen. Zum einen eine Reflexion von Daniela Gerstner. Zum anderen wird der hpd wöchentlich Erfahrungsberichte von Betroffenen, Aktennotizen und Fachartikel veröffentlichen. Der erste Text ist der Erfahrungsbericht des Heimkindes Roswitha, Jahrgang 1944.“

http://hpd.de/node/10896

 

Teil 2: „Kinderrechte und Menschenbilder. Im Jahr 2010 breitete sich die öffentliche Debatte um Kriminalität in der Heimerziehung der Nachkriegszeit aus auf Straftaten an männlichen Kindern der Mittelschicht, deren Eltern sich bei deren Einschulung sicher waren, ihrem Nachwuchs beste Karrierechancen zu ermöglichen, indem sie sie auf katholische Eliteschulen schickten.“

http://hpd.de/node/10923

 

Teil 3: „Am 19. Januar 2011 wurde der Abschlussberichtdes Runden Tisches Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren (RTH) an den Deutschen Bundestag übergeben. Dort werden die Abgeordneten über die Empfehlungen des RTH beraten und entscheiden. Für die betroffenen ehemaligen Heimkinder beginnt nun eine besonders wichtige Phase, denn es wird sich zeigen, wie die Abgeordneten diese Empfehlungen handhaben werden.“

http://hpd.de/node/11023

 

Teil 4: „In einem Berlin Café hatte „Radio Hochsee“ zu einem Themen- und Filmabend eingeladen, bei dem Manuel Koesters Etappen von Macht und Gewalt institutioneller Kindes- und Jugenderziehung an filmischen Dokumenten von 1909 bis ins Jahr 2010 vorstellte. Auch ein europäisches Thema.“

http://hpd.de/node/11173

 

Teil 5: „Ehemalige Heimkinder in der Warteschleife: Die Suche nach klaren Fakten zwischen Empfehlungen und Forderungen hat begonnen. Das Ende eines Lebens: Nachruf auf Josef „Sepp“ Doll, Betroffener und Zeitzeuge.“

http://hpd.de/node/11220

 

Teil 6: „"Lieber einen Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach?" Unter diesem Motto startete der Verein ehemaliger Heimkinder (VEH e.V.) über "Q-SET" eine Umfrage zur Akzeptanz des vorgeschlagenen finanziellen Ausgleichs. Das Ergebnis ist eindeutig.“

http://hpd.de/node/11320

 

Teil 7: „Neben Kindern, die in Heime der DDR eingewiesen wurden, blieben bisher auch andere unbeachtet: Kinder mit Behinderungen, untergebracht in Heilpädagogischen Einrichtungen. Ihnen widmet sich der 7. Teil der Serie. Das Unrecht auch an den behinderten Heimkindern 1949-1975 geschah in unserer Demokratie – nur waren die Kinder dennoch entrechtet.“

http://hpd.de/node/11394

Seite 4:

 „Ein Blick in die Zukunft behinderter Menschen

Wie sich für behinderte Menschen das Leben auch heute noch darstellt zeigt ein kurzes Gespräch mit Klaus Dickneite. Von Geburt an körperbehindert war er ohne Eltern bis zum 21. Lebensjahr in einem Diakonischen Heim zur Rehabilitation behinderter Kinder und dort „permanenten Misshandlungen“ ausgesetzt. Er war von Pflege abhängig, bekleidet zu werden. In den letzten 5 Jahren seines Heimaufenthaltes übernahm eine ehemalige Lehrerin die formale Pflegschaft. Mit ihrer Unterstützung erhielt Klaus Dickneite auch eine Ausbildung. Sie ermöglichte ihm das Studium als Sozialarbeiter. Das Arbeitsamt hat eine Förderung seines Studiums mit der Begründung einer anzunehmenden Arbeitslosigkeit abgelehnt. Klaus Dickneite sagt dazu: „Ich war in meinem Leben nicht einen einzigen Tag arbeitslos.“

Am „Runden Tisch Kindesmissbrauch“ übernahm Klaus Dickneite von der zweiten Sitzung an im Jahr 2010 Sitz und Stimmberechtigung für den Deutschen Behindertenrat.“

http://hpd.de/node/11394?page=0,3

Anmerkung: Klaus Dickneite ist Sprecher der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006“. Diese Gruppe arbeitet die Verbrechen an den behinderten Klein- und Schulkindern im „Johanna-Helenen-Heim“ der damaligen Orthopädischen Anstalten Volmarstein (heute: Evangelische Stiftung Volmarstein) bei Hagen auf. Ihre Erkenntnisse haben sie veröffentlicht:

HP1: http://gewalt-im-jhh.de/

HP2: http://gewalt-im-jhh.de/hp2/index.html

 

Teil 8: „Manfred Kappeler hat mit seinem neuen Buch „Anvertraut und ausgeliefert. Sexuelle Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“, das im Februar 2011 im Berliner Nicolai Verlag erschienen ist, einen der in der aktuellen Debatte wichtigsten Beiträge zur Aufklärung und Prävention von sexueller Gewalt in Heimen und Internaten veröffentlicht.“

http://hpd.de/node/11817?page=0,0

 

Teil 9: „EKD und Diakonie bitten ehemalige Heimkinder um Verzeihung. Das christlich geprägte Versöhnungsritual brachte die Opfer systematischen Unrechts jedoch erneut in Verstrickung. Versöhnung ist ein seltenes Ereignis, so der Psychotraumatologe Prof. Dr. Günter Seidler.“

http://hpd.de/node/11947

 

Teil 10: „Denn sie wussten, was sie tun. Das Kinderheim "Heilig Kreuz" - ein dunkles Kapitel der Pädagogischen Stiftung Cassianeum in Donauwörth. Marsha ist eine 51jährige, lebhafte, selbstbewusste und fröhliche Frau. Nie würde man beim ersten Eindruck vermuten, dass sie unter so schweren Depressionen, Ängsten und körperlichen Beeinträchtigungen leidet, dass sie keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen kann.“

http://hpd.de/node/11974

 

 

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Published by Helmut Jacob
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