Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
15. Januar 2010 5 15 /01 /Januar /2010 13:54

Man muss sich schon die Frage stellen, ob es Dummheit, Frechheit oder Berechnung ist, dass die katholische Kirche eine Hotline für ihre Opfer anbietet. Mir kommt dies so vor, als ob der Wolf den Lämmern die Zitzen als Tränke anbietet. Drei Jahre nach dem Buch von Wensierski ist nichts passiert, außer Bedrohungen etlicher Opfer mit Klagen, Vertuschungsversuchen, Verharmlosungen, Zeitverzögerung durch Anforderung von Gutachten, die allerdings bei Adam und Eva anfangen sollen, Falschdarstellung der Opferzahlen durch Robert Zollitsch und windelweiche Erklärungen von Johannes Stücker-Brüning vor dem Runden Tisch Berlin. In seinem Statement zur 5. Sitzung lässt er wenigstens die Katze aus dem Sack und gibt zu, was die katholische Täterseite bedrückt:

„Verengung möglicher Lösungsvorstellungen auf die finanzielle Entschädigung.“

 

Damit dies nicht so schnell passiert, hat man den Opfern eine Klagemauer in Köln errichtet, die dem Vernehmen nach irgendwo in der Beratungsstelle für Homosexuelle angesiedelt sein soll. Natürlich wird niemand nachkontrollieren können, ob überhaupt und wieviele Opfer anrufen. Woher wissen die Anrufer, ob ihre Aussagen nicht mißbraucht werden? Die bisherigen Erfahrungen berechtigen zu einem gesunden Mißtrauen. Die Freie Arbeitsgruppe JHH 2006 dokumentiert die Verbrechen an behinderten Klein- und Schulkindern. Aus dieser Arbeit sind viele Kontakte zu Opfern aus katholischen Einrichtungen entstanden. Mir ist kein einziges Opfer bekannt, das zum Hörer greifen will. Pikante Peinlichkeit am Rande: Das Lamm soll für die Nutzung der Tränke gefälligst 20 Cent zahlen.

Es wird Zeit, dass die Ängste von Stücker-Brüning sich bewahrheiten und mit der Wiedergutmachung begonnen wird.

link

http://www.heimkinder-hotline.de/images/stories/091104_statement_st%C3%BCcker-br%C3%BCning.pdf

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Helmut Jacob
Kommentiere diesen Post

Kommentare