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22. Juli 2014 2 22 /07 /Juli /2014 22:11

Helmut Jacob

Am Leiloh 1

58300 Wetter

21. Juli 2014

Westdeutscher Rundfunk/Westdeutsches Fernsehen (WDR)

Herrn Intendant Tom Buhrow

50600 Köln

Fax: 0221/220-4800

Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

Herrn Intendant Dr. Thomas Bellut

55127 Mainz

Fax: 06131/70-12157

Ihre Übertragung „Großer Preis von Aachen“

Sehr geehrte Herren,

man muss schon den Begriff „Moral“ aus seinem Wortschatz und die Umsetzung des Begriffes aus seinem Empfinden verbannt haben, wenn man zulässt, dass Tierquälerei in einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender vorgeführt wird. Davon sind Sie natürlich ausgeschlossen, weil Sie über einzelne Sendungen nicht informiert sind. Und gerade darum schreibe ich Ihnen.

Da werden Pferde über eine meterhohe Hecke gepeitscht, hinter der niederträchtig sogar ein Wasserbecken plaziert ist, welches das Pferd nicht sehen kann. Es muss, ob es will oder nicht, diese Hürde überspringen, wenn es sich nicht schmerzvoll am Beckenrand verletzen und dann über den Rasen rutschen will. Diese Szene habe ich einmal gesehen und war und bin schockiert.

Was fühlen die Programmdirektoren, die diese Übertragung durchwinken, wenn man sie über eine Hecke peitscht, ob sie wollen oder nicht und sie dann noch in einen Wasserbehälter fallen, den sie nicht sehen. Sie würden sich weigern! Und Pferde würden sich auch weigern, wenn sie nur dürften. Aber sie dürfen nicht. Für den ein oder anderen Jockey, der dabei eine Bruchlandung auf dem Rasen macht, empfinde ich überhaupt keine mitfühlende Regung. Er hat das Risiko gesucht; - leider auf Kosten eines hilflosen Tieres.

Ich war dienstlich jedes Jahr beim Wildpferdefang in Dülmen. Eine derartige Tierquälerei habe ich dort nicht ausgemacht. Zwar legten sich da auch schon mal wilde Pferde lang, wenn sie mit dem Lasso eingefangen wurden, aber sie hatten immer vor Augen, wo sie über die Wiese rutschten.

Bitte, stellen Sie derartige Berichterstattung, zu der auch Kunstreiten und ähnlicher Quatsch gehört, im Interesse Ihrer Bürger ein. Man muss kein Tierfreund sein, um bei dieser Quälerei zusammenzuzucken.

Wenn Sie auf diese Art TV-Journalismus nicht verzichten wollen, reservieren Sie doch einfach einen Transponder auf Eutelsat – dort werden Ihnen die freien zum Spottpreis angeboten – und benennen Sie ihn als „Sadisten-TV“. Dort können die Tierquäler dieses Landes ihren niederen Trieben nachgehen.

Sie müssen mir nicht antworten, weil ich auf Textblocksteine nicht sonderlich erpicht bin.

Ihnen persönlich alle guten Wünsche! Und dass Sie, sehr geehrter Herr Buhrow, im Fernsehen öffentlich Rum getrunken haben, nehme ich Ihnen nicht übel; man muss die Kirche auch im Dorf lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jacob

 

Tierquälerei, Großer Preis von Aachen, Reitturnier, Reitsport, Pferdesport, Springreiten, WDR, ZDF

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Published by Helmut Jacob
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