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13. März 2011 7 13 /03 /März /2011 22:37

„Ich will endlich Geld sehen, viel Geld“ – Die Unterstellungen des Kardinals

 

In einem Gastkommentar von Karl Lehmann für die Kirchenzeitung und Internetplattform „Glaube und Leben“ vom 09. 03. 2011 ist unter der Überschrift „Ist der kirchliche Hilfeplan schäbig? - Zum Echo auf das Angebot für die Opfer des sexuellen Missbrauchs“ folgendes zu lesen: „Es gab jedoch leider schon im vergangenen Jahr ärgerliche Reaktionen einzelner ‚Opfer‘, die wiederholt von den Medien eingeladen worden sind, wenn z. B. gerufen wurde: ‚Geld will ich endlich sehen, nichts als Geld!‘ Mich hat tief empört, in was für einer Gesellschaft wir leben, wenn es am Ende wirklich nur ohne Rücksicht auf alle anderen Dinge um das blanke Geld geht?“

 

Eine ähnliche Äußerung findet der Leser bereits ein Jahr zuvor in der Ausgabe vom 02. 05. 2010 eben dieser Kirchenzeitung, auf welche die „Märkische Oderzeitung“ hinweist: „Der beinahe ausschließliche Ruf nach finanzieller Entschädigung sei darüber hinaus verräterisch. Da sexueller Missbrauch schwerste Schäden anrichten könne, sei die Forderung ‚Ich will endlich Geld sehen, viel Geld‘ eine Verkennung ‚des ethischen Schwergewichts einer solchen Verfehlung und auch der Formen möglicher Wiedergutmachung‘ “.

 

Diese Formulierungen gegooglet finden sich allerdings nur im Zusammenhang mit und scheinbar aus der Feder von Karl Lehmann. Es ist anzunehmen, dass mit dieser Formulierung die Geldgier der Opfer verdeutlicht und sie als raffgierig dargestellt werden sollen.

 

In meinem Internetbeitrag „Die Angst des Kardinals vor den Opfern seiner Kirche“ vom

30. 06. 2010 schrieb ich, was heute, nach umfangreicher Aufarbeitung der bisherigen Verbrechen unter den Dächern der Kirchen, noch größere Bedeutung hat:

 

„Vier Jahre haben die Opfer auf Entschuldigungen seitens der obersten katholischen Kirchenleitung gehofft, sie in unzähligen Internetbeiträgen dazu aufgefordert. Entweder kam nichts, oder dummes Geschwätz oder windelweiches Geschwafel, das die Heimopfer noch mehr verärgert hat.

Jetzt haben sie die Faxen satt. Nun wollen sie Bares sehen, und das ist auch aus anderen Gründen nachvollziehbar.

Sie wollen das Geld, das man ihnen während der Heimzeit geklaut hat, endlich zurück. Schließlich bekamen sie billigsten Fraß vorgesetzt und schon dadurch wurde Geld gespart. Als Zwangsarbeiter wurden sie in die Felder und Fabriken getrieben und haben dafür keinen Lohn erhalten; in etlichen Fällen geringe Tabakrationen, um selbst ihre Sucht zur Gewinnmaximierung beispielsweise im Torfabbau auszunutzen. Sie waren in Lumpen gekleidet und auch damit billiger als andere Arbeiter. Zusätzlich beanspruchen sie ein Schmerzensgeld für die zerstörten Biographien, dafür, dass die Kirche sie zu Wracks gemacht hat und sie darum keinen Fuß in der Gesellschaft fassen konnten und auch, weil sie aufgrund ihrer vergewaltigten Jugend und Kindheit heute, im Alter, teils bitterarm sind.“

 

Anscheinend hat Karl Lehmann immer noch nicht begriffen, dass seine Kirche längst in der „Bringschuld“ steht. Darum seien an dieser Stelle einige Fundstellen aus dem Internet angeführt, die das Ausmaß der Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Heimen - und hier insbesondere in Einrichtungen der katholischen Kirche – verdeutlichen. Zugegeben: Es sind nur wenige Beispiele millionenfacher Verbrechen. Zugegeben aber auch: Es war schon unerträglich, diese wenigen Beispiele noch einmal zu ertragen. Vielleicht reichen sie jedoch, um Karl Lehmann begreiflich zu machen, dass er zum Täter wird, wenn er den Geschundenen seiner Kirche zwischen den Zeilen Raffgier unterstellt. Hier nun einige Auszüge aus dem Internet; - sie sind nichts für schwache Nerven:

 

„Die meisten Kinder im katholischen Heim St. Josef im rheinischen Eschweiler schlafen schon, als die neunjährige Carola von Schwester Theofriedis aus dem Bett geholt und in den Garten geführt wird. Dort bekommt das vor Angst und Kälte zitternde Mädchen eine Schaufel in die Hand gedrückt. ‚Du gräbst jetzt dein Grab‘, befiehlt ihr die Schwester. Carola schluchzt, bettelt, will zurück ins Haus. Doch alles Flehen ist vergebens, die Neunjährige muss weitergraben.“

http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021587_idDispatch:7690655,00.html?dr=1

 

„Meine Kinderseele wurde zerstört und kaputt gemacht. Es gab so gut wie keine schulische Ausbildung, dafür wurden wir geprügelt, sexuell missbraucht und arbeitsmäßig ausgebeutet bis zum Umfallen.“

http://gewalt-im-jhh.de/Focke_in_UK24-080608.jpg

 

Gefürchtet sei bei den Kindern auch gewesen, über Nacht im Keller bei den "toten Nonnen" eingesperrt zu werden. Dort wurden die verstorbenen Nonnen vor ihrer Bestattung aufgebahrt.“ ...

„Mädchen, die erstmals ihre Menstruation bekommen hatten, mussten ebenfalls mit Bestrafung rechnen, weil sie ‚sündig‘ wurden, berichtete de Picco. Haben Kinder nicht pariert, seien sie in den Heimen an ihre Betten gekettet und mit Medikamenten ruhig gespritzt worden.“  ...

„‘Sprechen war von den Vincenz-Schwestern aus verboten, stattdessen mussten wir ununterbrochen Marienlieder singen‘, sagte die 58-Jährige. Immer wieder hätten Mädchen Selbstmord begangen.“

http://www.vaeter-aktuell.de/politik/politik-1949-1994/2004-Heimkinder-Kongress.htm

 

Ein Säugling war eine Weile bei uns Kindern im Schlafsaal untergebracht. Das Kindchen blieb den ganzen Tag mutterseelenallein und unversorgt. /DIE NONNEN WURDEN NICHT BESTRAFT - DENN DIE MÄCHTIGEN HABEN IMMER RECHT. / Sein Körperchen lag bloß wie das vom Jesulein, und es ernährte sich die meiste Zeit von Kot, den es auch überall in seinem Gesichtchen und am Gitter seines Bettchens verschmierte. Manchmal stahl ich mich tagsüber heimlich zu ihm. Es stank fürchterlich. Seine Mutter soll nach Trier in das Kloster vom Guten Hirten verbracht worden sein. Alles war sehr geheimnisvoll.“

http://www.runwalt.de/pippin.html

 

Mit dem ‚wibbeligen und frechen Mädchen‘ seien die Schwestern nicht fertig geworden. ‚Die haben mich in eine Zwangsjacke gesteckt. Damit musste ich von morgens bis abends in einer Ecke stehen. Wenn ich weiter schrie, wurde mir noch ein Sack über den Kopf gestülpt und mit einer Kordel zugeschnürt, bis ich keine Luft mehr bekam und blau anlief.‘ Nutzte auch das nichts, sei sie inklusive Zwangsjacke und Sack in eine Badewanne mit eiskaltem Wasser gesteckt worden.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1218660433601.shtml

 

„Der Anklage zufolge ging die Frau gegen die ihr anvertrauten acht Kinder mit großer Härte und roher Gewalt vor. So soll sie die Kleinen zwangsgefüttert haben, so dass diese Schmerzen erlitten und sich teilweise übergeben mussten. Auch soll sie ihnen Zahnbürsten tief in den Rachen geschoben, sie grob angefasst und beleidigt haben.“

http://www.welt.de/vermischtes/article2701702/Erzieherin-soll-behinderte-Kinder-gequaelt-haben.html

 

„Ich habe in meiner Jugend 8 Jahre katholisches Waisenhaus hinter mich gebracht. Es war die Hölle. Hat hier jemand schon mal auf ungeschälten Erbsen gekniet und dabei die Hände bzw. die Arme nach oben. Das ganze ging dann über Stunden. Da dem Waisenhaus ein Altenheim angeschlossen war hatte es auch eine Leichenhalle. Hatte man etwas ausgefressen konnte man am gleichen Abend in der Leichenhalle übernachten ohne Abendessen natürlich. Es waren Kinder dabei die waren gerade mal 6 oder 7 Jahre alt. Bettnässern wurde das nasse Bettzeug über den Kopf gestülpt und am Hals mit einer Kordel zugebunden. Als Krönung wurde man dann in eine Badewanne mit eiskaltem Wasser gesetzt. Schläge gab es mehr als zu essen. Alle diese Sachen wurden durchgeführt durch eine katholische Nonne oder auf ihre Anweisung hin. Aber nicht nur das oben geschilderte ist mir und anderen Kindern wiederfahren es gab noch mehr Quälereien und Strafen.“

http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?p=681350#681350

 

„‘Du Drecksau!‘ Diese Worte klingen ihr oft in den Ohren. Auch jetzt noch – fast vierzig Jahre später. ‚Das hat die Nonne mir immer ins Ohr gezischt, wenn ich aus dem Beichtstuhl kam. Danach ließ sie mich zig Rosenkränze beten – als Strafe.‘ Dreimal die Woche mußte Cornelia H.* (43) als kleines Mädchen zur Beichte. ... ‚Der Priester hob mich während der Beichte auf seinen Schoß, ...‘“

http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand/blick_uber_den_tellerrand.html

 

„Eines Abends trat eine Nonne an Trudis Bett, belästigte das Kind mit ihren harten Händen und hielt ihm dabei den Mund zu. ‚Auch Pater B. befriedigte sich mehrfach an uns.‘ Ein einziges Mal vertraute sich Nummer 203 einer Nonne an: ‚Sie sagte: Das hat Dir der Teufel eingeredet, du Lügnerin!‘ Und wieder kam der Stock. Danach wagte sie keine Gegenwehr mehr. Selbst als erwachsene Frau schaffte es Gertrud T. nie, sich gegen sexuelle Übergriffe von Männern zu wehren: ‚Ich war zum perfekten Opfer erzogen worden.‘“

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html

 

„Sie sei in einem dunklen Keller gesperrt, geschlagen, an den Haaren gerissen und regelmäßig mit eiskaltem Wasser aus dem Duschschlauch ins Gesicht gespritzt worden. Kleinere Kinder seien regelmäßig mit Füßen und Händen in ihren Gitterbettchen festgebunden worden, das habe sie mit eigenen Augen gesehen. ... Einer der Niederbronner Schwestern, die sie «als Liebling und als Objekt« von Quälereien benutzt habe, wirft Petra Stettner sexuellen Missbrauch vor. Die Erzieherin habe sie beim Waschen so heftig berührt, dass es zu ständigen Scheidenreizungen gekommen sei. Die 54-Jährige hat bisher noch nie über ihre Zeit im Kinderheim gesprochen. Sie sagt: «Ich habe mich so sehr geschämt.«“

http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_2_/blick_uber_den_tellerrand_2_.html

 

„Die heute 66-Jährige kann eindringlich erzählen: ‚Ich wollte an einer Lungenentzündung sterben.‘ Dann schildert sie, wie sie sich an einem Herbstabend, als alle schliefen, auf die kalte Toilette schlich. ‚Ich zog mein Nachthemd aus, legte mich auf den kalten steinernen Fußboden, wickelte mich regelrecht um das Klo und blieb ganz still liegen.‘ Die ganze Nacht habe sie dort gelegen und geweint: ‚Mami, Mamilein, ich will zu dir. Bitte, bitte hol mich hier endlich heraus, ich kann es nicht mehr aushalten.‘"

http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_2_/blick_uber_den_tellerrand_2_.html

 

„Besonders schwer wiegt die Anklage bei einer Reihe von Übergriffen gegen einen behinderten Jungen, der sich wiederholt mit Kot beschmierte. Als dabei einmal ein Teppich beschmutzt wurde, soll der Pfleger den Jungen geohrfeigt haben. In einer Wanne habe er ihn dann bei offenem Fenster eiskalt abgeduscht.“

http://archiv.sueddeutsche.de/759387/849/2862297/Behindertes-Kind-ans-Bett-gefesselt.html

 

Aus einer Kindheitserinnerung:

„Wenn es Abend wurde und Schlafenzeit war, hatte ich angs bekommen in dieses Zelt zugehen. Mehrmals fragte ich Pastor Harry A., ich nicht wo anders schlafen dürfte. Dieses ließ er aber nicht zu. Eigendlich wußte ich garnicht warum, er hätte nur mit einem Jungen tauschen brauchen. Die Nächte darauf waren fürchterlich, jedesmal, wachte ich mitten in der Nacht auf, weil er an mir herum spielte, er setzte sich dann so auf meine Beine, daß ich mich auch nicht weg drehen konnte, dann onanierte er voll auf meineen Unterleib drauf, manchmal nahm er auch meine Hand und dann sollte ich ihn befriedigen, dieses tat ich nicht, weil mir unglaublich ekelig war. In den darauf folgenden Nächten, nahm ich eine andere Schlafposition ein, ich versuchte nur noch auf dem Bauch zu schlafen, wieder mitten in der Nacht, merkte ich, daß mein Po fürchterlich weh tat, er war von Hinten in mir eingedrungen, da ich mich wohl im Schlaf auf die Seite gedreht haben mußte, Es tat mir fürchterlich weh und dieser Mann stöhnte nur, Jede Nacht ging ich dann zum Ufer hinunter un mußte mir alles abwaschen.“

http://www.emak.org/geschichten/Walli%20Ruebezahl.htm

 

„Demütigungen haben sich tief in sein Gedächtnis eingegraben. ‚Um sechs Uhr war Wecken‘, schildert er aus einem Kölner Heim. ‚Dann mussten wir mit unseren Bettlaken auf dem Flur antreten.‘ 40 bis 50 Kinder schliefen in einem Raum. ‚In der Mitte ein Kabüffchen, da war die Nonne drin.‘ Auf dem Flur standen sie in Reih und Glied, hielten ihr Laken ausgebreitet vor sich. ‚Die meisten waren Bettnässer.‘”

http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Qualen-eines-Heimkindes-Das-frisst-mein-Leben-id386554.html

 

„‘Ganz schlimm waren die Kinder dran, die nachts ihre Betten einnässten‘, erzählt Alfred K. ‚Morgen für Morgen wurden sie nach dem Aufstehen mit dem Stock geschlagen, immer auf den nackten Po.‘ Einmal habe er sich ein Herz gefasst und der Nonne den Stock aus den Fingern gerissen. ‚Dafür habe ich aber bitter büßen müssen.‘ ...“

http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1077425_und_bdquoWir_kannten_keine_Liebe_und_ldquo.html

 

„Meinen Bruder habe ich das letztemal im St. Josefskinderheim, in Lippstadt, Hospitalstr. 15 gesehen, als er von einer Nonne blutig mit dem Kopf mehrmals an die Wand geschlagen wurde, weil er auf der Topfreihe zu lange für sein großes Geschäft brauchte.“

http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/08/04/verwahrlost-wurden-wir-erst-spater-in-den-heimen/

 

„Einer der Erzieher ist nicht nur ein Sadist, er ist auch ein Päderast. Auf seinem Tisch steht gut sichtbar eine Dose mit Melkfett. ‚Auch mit mir hat er was vorgehabt‘, sagt Laxy, ‚aber ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt.‘ Nur dem sexuellen Missbrauch ist er entkommen.“

http://www.zeit.de/online/2009/25/heimkinder-laxy?page=1

 

„Was ich schnell lernte war das Kinder die bett nässten zusammen geschlagen wurden und so nass wie sie waren auf einen kalte Flur gestellt wurden da die ganze Nacht stehen bleiben mussten so nass wie sie auch waren. Am nächsten morgen wurden sie dann kalt ab geduscht, wenn das nicht half und sie immer wieder im bett urinierten wurden sie eine ganze Nacht im Schweinestall bei die Schweine eingeschlossen. Die anderen Kinder konnten die ganze Nacht das schreien und die Hilfe rufen hören.“

http://gewalt-im-jhh.de/KINDERHEIM_Dernbach_Zeugin.doc

 

„Reporter Beat Bieri zeichnet ein Bild einer Hölle, eines unmenschlichen Straf- und Arbeitslagers für Kinder, das die katholische Kirche gut versteckt hinter Klostermauern betrieb. Der Direktor habe sich während den Prügelstrafen sexuell befriedigt. Und bei der obligatorischen Beichte hätten die Schüler ausführlich über Verstösse gegen sechste Gebot (Keuschheitsgebot) berichten müssen, auch wenn es nichts zu berichten gab. Der Priester auf der anderen Seite habe dies obszön-lustvoll aufgenommen. ‚Wie Telefonsex‘ müsse das für ihn gewesen sein, so die Schilderung. Nachdem die Behörden 1949 einschritten, rechtfertigte der Direktor seine Straf-Methoden mit dem ‚göttlichen Recht‘“

http://www.derbund.ch/kultur/fernsehen/TVKritik-Pruegelpaedagogik-von-Gottes-Gnaden/story/15733252

 

„Mit 19 Jahren kam die Selmerin ins Vinzenzheim in Dortmund, von 1964 bis 1965. Sie war schwanger von einem verheirateten Mann, ‚das reichte, um mich wegzustecken.‘ Das Kind wurde im Heim geboren, kam auf die Kinderstation. ‚Es wurde mir weggenommen.‘ Fünf Minuten pro Tag durfte sie es sehen, nur sonntags eine halbe Stunde. ‚Irgendwann muckte ich auf.‘ Drei Tage kam sie dafür in die Dunkelzelle, vielleicht einen Quadratmeter groß, eine Matratze auf dem Boden. ‚Danach war ich geheilt, sagte nichts mehr.‘“

http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1151078_Ein_dunkles_Kapitel.html

 

"Die Heidi, die war ein ganz zartes Kind. Aber die Schwestern Marta und Beta, so hießen sie meiner Erinnerung nach, die kannten keine Gnade. Heidi wurde so schlimm verprügelt, dass man sie irgendwann schwer verletzt mit der Trage aus dem Heim brachte.“

http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_ticker_artikel.php?id=2156261

 

„Betreut wird sie von Ordensschwestern, die Gürtel tragen ‚mit den drei Knoten der Heiligen Dreifaltigkeit‘ darin. Damit schlagen die frommen Frauen zu, hart und unbarmherzig. ‚Ich lief zu schnell und war zu laut im Treppenhaus. Darauf nahm die Schwester ihren Gürtel und schlug mich, bis ich blutete. Danach konnte man nicht mehr normal laufen‘, sagt Gudrun Ickenroth. Und dann holt die 54-Jährige noch einmal tief Luft und sagt etwas, über das sie noch nie gesprochen hat: ‚Ich wurde von dem Pfarrer dort missbraucht, mehrfach. Er fragte im Beichtstuhl immer: Hast du dich gestreichelt? Dann hat er mich vergewaltigt, als Strafe, hat er gesagt.‘"

http://www.welt.de/die-welt/politik/article5238799/Gewalt-als-System.html

 

„Bis heute sieht er in seinen Albträumen jenen Morgen, als sie ihn an Armen und Beinen aus dem Bett reißt. Sein Schlafanzug ist wieder mal von Urin durchnässt. Die Schwester zerrt ihm die Sachen vom Körper, schleift ihn nackt durch den Schlafsaal, die Treppe hinauf. Im Bad wirft ihn die drahtige kleine Frau in die Wanne mit eiskaltem Wasser, taucht ihn immer wieder gewaltsam unter. Irgendwann explodiert ein gleißendes Licht vor seinen Augen, er fühlt sich plötzlich warm und geborgen. Der Junge ist mit dem Kopf auf den Wannenrand geschlagen und hat das Bewusstsein verloren. Als er Stunden später zu sich kommt, beugt sich gerade das verhasste Gesicht der Schwester über ihn. ‚Da hab ich nur noch geschrieen‘, erinnert sich Friedrich.“

http://www.fr-online.de/panorama/naechstenhiebe/-/1472782/3329290/-/item/0/-/index.html

 

„In meiner Verzweiflung habe ich einen Brief an den Teufel geschrieben. Lieber Teufel, Du bekommst meine Seele wenn Du mich aus diesem Heim holst. Diesen Zettel habe ich auf unserem Schulhof unbemerkt von anderen Kindern unter einen riesigen Findling gewuchtet. Nach einer Woche habe ich den Stein hoch gehoben, oh Scheiße, der Zettel lag immer noch darunter. Also habe ich mir was Neues einfallen lassen. Wenn der Teufel schon nicht so eine Macht hat, habe ich mir gedacht, dann der Schutzpatron Herrmann Josef unseres Heimes. Somit habe ich einen neuen Brief geschrieben. Lieber Herrmann Josef Du bekommst meine Seele, wenn Du mich aus dem Heim holst. Diesen Brief habe ich in unserer Kapelle unter die Statue von 2 Zentnern gewuchtet, es war die Statue von Herrmann Josef. Nach einer Woche habe ich mich in die Kapelle geschlichen und unter die Staute geschaut und der Zettel war weg.“

http://www.schlaege.com/html/briefe.html

 

„Michael Horstkötter hat auch sexuellen Missbrauch durch Erzieher erlebt. ‚Einen nannten wir nur den ‘Cowboy‘. Er holte sich die Jungen, und die mussten ihn dann mit der Hand und mit dem Mund befriedigen.‘ Horstkötter berichtet davon, dass er sich mit seinen Schilderungen damals an Nonnen, einen Weihbischof, den Landschaftsverband Rheinland als Heimaufsicht und sogar an den Bischof von Essen gewandt hat. Das Ergebnis? Horstkötter erinnert sich daran, dass eine Pflegerin und ein Pfleger plötzlich verschwunden waren. ‚Es wurde alles vertuscht‘, sagt er. ‚Und der Bischof hat mir gesagt, ich solle viel beten und Sport treiben. Dann würde ich das alles vergessen.‘”

http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_3_-_/blick_uber_den_tellerrand_3_-_.html

 

„Er wurde von einem Priester gezeugt und wuchs in katholischen Erziehungsheimen auf: Statt christlicher Werte prägten Schläge und sexueller Missbrauch den Alltag von Eckhard O. Mal vergriffen sich Geistliche an dem Jungen, mal Angestellte der Kirche - und bis heute schweigen sie dazu.“

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,679894,00.html

 

„Ehemalige Schüler berichteten der Zeitung davon, wie sie von Lehrern regelmäßig durch das Streicheln der Genitalien geweckt, wie sie als ‚sexuelle Dienstleister‘ für ganze Wochenenden eingeteilt und wie sie zu Oralverkehr gezwungen worden seien. Einzelne Pädagogen hätten ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen. Lehrkräfte hätten Schutzbefohlene geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder beim gemeinschaftlichen Missbrauch eines Mädchens nicht eingegriffen.“

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1410203/Sexuelle-Dienstleister-fuer-ganze-Wochenenden.html

 

"‘Wen ich erwische, der gehört mir‘, sagte der Kaplan, und erwischt hat er dann Benedikt, damals zwölf Jahre alt, und spätestens, als die Hand des Kaplans in seiner Hose war, wusste Benedikt, dass es kein Spiel mehr war. Danach sollten sich dann die beiden Geschwister verstecken, während der Kaplan und Benedikt im Nebenzimmer warteten, und kaum waren Bruder und Schwester außer Sichtweite, umarmte der Kaplan Benedikt von hinten, verlangte, dass er die Hose herunterziehe, bedrängte ihn.“
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682701,00.html

 

„‚Der Erzieher stand da mit der Taschenlampe und hat an meinem Pimmel herumgespielt. Ich hatte Todesangst.‘ Dann habe sich der Erzieher neben ihn auf den Boden gelegt und ‚sich einen runtergeholt‘. Das sei kein Einzelfall gewesen. Auch Erzieherinnen hätten sich an den Jungen vergriffen, die Opfer hätten den ganzen Tag in der Kapelle knien und Abbitte leisten müssen. Zudem habe es Ohrfeigen gegeben, dass der Kopf der Kinder an die Tafel gekracht sei.“
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7404468.de.htm

 

„Auf einem Ohr ist Bauernfeind heute fast taub – Folge einer eitrigen Mittelohrentzündung, die von den Barmherzigen Schwestern jahrelang ignoriert wurde, aber auch der Schläge, die er immer wieder auf das Ohr bekam.“

http://www.regensburg-digital.de/prugelnonnen/12032010/

 

"‘Ich werde ganz verrückt, wenn ich euch im Body da sitzen sehe‘. Im Herbst 1993 fuhren sie für eine Woche auf die niederländische Insel Ameland. Begleitperson: der Pater. Als seine Tochter zurück kam, packte sie aus. Der Geistliche habe sie unter der Bettdecke vom Bauch bis zur Brust gekitzelt, sie im Nachthemd unter die Dusche gezerrt. Und er habe die Angewohnheit gehabt, abends die Zimmer der Schülerinnen aufzusuchen, ohne anzuklopfen. Dabei sei er mehrfach auf Mädchen in Unterwäsche gestoßen – obwohl sie Zettel an die Tür gehängt hatten, auf denen stand: Kein Zutritt. Bitte anklopfen. An eine Aussage des Paters erinnert sich Feldhaus genau. ‚Ich werde ganz verrückt, wenn ich euch im Body da sitzen sehe‘, habe er zu seiner Tochter gesagt.“

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Neuer-Fall-aus-den-90ern-Vater-kaempfte-erfolglos-fuer-Konsequenzen;art993,846353

 

„Sechs Jahre sei sie gewesen, als sie zum ersten Mal einen inzwischen verstorbenen Pfarrer befriedigen musste, erzählt Cornelia H. ‚Es geschah in einer Art Beichtstuhl‘, sagt sie, ‚zwei Stühle, die hinter einem Paravent standen‘. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr hätten die sexuellen Übergriffe gedauert. Tatort sei das Würzburger Marienheim der Franziskanerinnen gewesen, wo ihre Mutter sie, ihr uneheliches Kind, abgegeben habe. ‚Das war kein Heim, das war ein Gefängnis, in dem gefoltert wurde.‘“

http://www.main.de/wuerzburg/wuerzburg/d%FCrrbachau./art739,456944,B

 

„Ich war zwölf, ein hübsches Internatskind, und der Heimleiter ... führte mich, weil ich über Kopfweh geklagt hatte, am späten Abend auf sein Zimmer. Dort zog er mir einen gepunkteten Schlafanzug aus - man merkt sich auch das kleinste Detail -, nahm meinen Kopf in die Hände und küsste mich, seine Zunge schmeckte nach Rauch und Odol, unvergesslich. Ich war noch nie so geküsst worden und erwiderte den Kuss, um nicht unhöflich zu sein, aber es war auch ein Bedürfnis, frisch geweckt; und ich dachte, es sei seine Art, Kopfweh zu heilen. Dann streichelte er mein kindliches Ding, es wurde groß und hart, glühend gegen meinen Willen, also schämte ich mich auch glühend, und Winnetou flüsterte mir in den Mund ‚Dem Schwein ist alles Schwein, dem Reinen ist alles rein.‘ Das waren seine einzigen Worte in dieser ersten Nacht von vielen.“

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683572,00.html

 

„Er berichtet von einem allmächtigen F.-M. K., einem immer in Schwarz gekleideten, kirchennahen Mann. K. war als Hilfserzieher beschäftigt. ... Immer wenn Anton etwas gebraucht hatte, kam F.-M. K. auf sein Zimmer, nachts. Die zwei Mitbewohner stellten sich schlafend, waren froh, dass nicht sie es waren, auf die sich der wuchtige Mann von hinten legte. ‚Ich rieche noch den Atem‘, erzählt Anton O.“

http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_3_-_/blick_uber_den_tellerrand_3_-_.html

 

„Ein katholischer Priester des Bistums Würzburg hat Ende der 70er-Jahre eine 15 Jahre alte Ministrantin sexuell missbraucht. Der 63-Jährige zeigte sich nach Bistumsangaben selbst bei der Staatsanwaltschaft an.“

http://www.focus.de/panorama/welt/bistum-wuerzburg-priester-missbrauchte-ministrantin_aid_501522.html

 

 

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/138586/?print=1&cHash=c9af91b683c56c26b3dbc17865e8905b

http://www.bistummainz.de/dioezesan/kirchenzeitung/index.html?f_action=show&f_newsitem_id=23839

http://www.readers-edition.de/2010/06/30/die-angst-des-kardinals-vor-den-opfern-seiner-kirche

 

Kardinal Karl Lehmann, Heimopfer, sexueller Missbrauch, katholische Kirche, Entschädigung

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Published by Helmut Jacob
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Kommentare

Heiner Conrad 03/14/2011 00:05


Einfach nur Unfassbar.Ich war in Freistatt,und einiges gewohnt, aber wenn ich das hier lese,
kommen mir die Tränen.Und dann spricht der lehmann noch von "EINIGEN VERFEHLUNGEN".Den sollte man am Sack aufhängen(wenn er noch einen hat)Das kann keiner mehr gut machen.