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7. November 2011 1 07 /11 /November /2011 15:47

 

Antje Vollmer versteht es immer und in jeder Situation, eine Diskussion in ein schwammiges Feld zu ziehen, aus dem keiner der Betroffenen wirklich unbeschadet und ohne Schleim zumindest an den Füßen wieder herauskommt...

Sie hat dies bis zur Unerträglichkeit mit dem "Dialog mit der RAF" gemacht, indem sie diesen Agierenden ihren politischen Willen, ihr Verständnis einer bestimmten politischen und sozialen Situation abgesprochen hat und sie zu quasi Opfern ihrer eigenen Unzulänglichkeiten gemacht hat.
 

Und ordentlich daran gezimmert hat, den Konflikt aus der politischen Diskussion zu holen und schlicht zu psychologisieren. Ich erinnere mich nicht ohne Schaudern daran!

Bei den ehemaligen ZwangsarbeiterInnen ging das noch ein ganzes Stückchen weiter. Natürlich war auch das eine höchst politische Diskussion, die da geführt wurde. Und zweifellos ebenso eine wirtschaftliche. Um es deutlich zu machen: Es war ein widerwärtiges Schmierentheater, was da aufgeführt wurde. Und die Grünen – allen voran Antje Vollmer und Günter Saathoff, haben sich dabei hervorgetan als Bremse für eine wirkliche Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen.

Es gibt Berechnungen, nach denen die deutsche Wirtschaft Billiardenerträge gemacht hat auf den Knochen dieser Menschen, die ausgepresst wurden, bis tatsächlich kein Leben mehr in ihnen war und die dann weggeworfen wurden wie ein paar Lumpen.

Die "Entschädigung" der ZwangsarbeiterInnen gehört zu dem Widerwärtigsten und Verwerflichsten, was sich diese Republik je geleistet hat! Und dennoch hat es eine Gruppe ZwangsarbeiterInnen gegeben, die wenigsten halbwegs erträglich entschädigt wurden und dabei ihre Würde behalten haben: Die, die von Witti (Opferjurist Michael Witti) in einer Sammelklage in den USA vertreten wurde.

Aber das haben weder Vollmer noch Saathoff noch der damalige Bundeskanzler Schröder unterstützt - ganz im Gegenteil! Damals habe ich immer gedacht, dass es kaum schlimmer kommen könne und mich in Grund und Boden geschämt dafür, eine Deutsche zu sein!

Aber es kam schlimmer! In dem Moment nämlich, in dem diese Vollmer diesen Saathoff als "Experten" einlud. Und alle – Alle! – seinem Vortrag applaudierten. Diesem Vortrag, in dem er seine eigene erbärmliche Drecksarbeit bejubelt hat um dann auch noch - durch Vollmer - verlauten ließ, dass keine Opfergruppe die Gruppe der ZwangsarbeiterInnen düpieren dürfe!

Und als ich dann noch hörte, sah, las, das auch die "VertreterInnen" der Überlebenden dieses Verdikt – Hinnahmen!!!! – anstatt sich auch nur einmal schlau zu machen, sich zu informieren, die infamste aller infamen Lügen aufzudecken... da war klar, dass irgendwie alles am RTH »Runden Tisch Heimerziehung« gelaufen war.

Und die uns "vertretenden" – ich sag mal Ehemaligen, weil mir sonst nur bitterste Beleidigungen einfallen würden! – haben das alles leider mit zu verantworten – egal, wie freundlich man sein mag!

Aber das dieses jetzt auch noch von Seite der Kirche als Begründung herangezogen wird, die Vollmer abzufeiern... Wenn das nicht so verdammt traurig wäre, wollte man einfach nur lachen über so viel Dummheit, Dreistigkeit, Frechheit und Arroganz!

Leider ist es uns nicht möglich einige Beiträge mit Direktlink auf der Seite der Christuskirche Bochum anzuzeigen. Siehe hierzu die entsprechende Email zu einem früheren Beitrag von Frau Dettinger.

 

Dieser Kommentar wurde seitens des Pfarrers der Christuskirche in Bochum nicht zugelassen:

 

Guten Abend, Frau Dettinger,

hatte ich gestern bereits gesagt: Beschimpfungen und derart pauschale Behauptungen wie Ihre kommen nicht auf unsere Seite. Erst recht nicht, wenn Sie sich nicht für das Thema interessieren, um das es hier geht.

Mit besten Grüßen

Thomas Wessel

 

Wie schreibt „Oerni“ zurecht auf der HP der Christuskirche Bochum?

Es hätte die­ser Kom­mis­sion, die sich ent­schie­den hat, Frau Voll­mer den Ehren­preis zu geben, gut getan, sich ein­mal aus­führ­lich mit den Aus­sa­gen, die Frau Voll­mer in ihrer 2jährigen Arbeits­zeit des Run­den Tisches gemacht hat, näher zu beschäf­ti­gen und diese zu über­prü­fen.

http://www.christuskirche-bochum.de/2011/11/antje-vollmer-margot-kasmann/#comment-210

 

Die Kirchen haben schon immer gern und fleißig zensiert. In Zeiten des Internets ist Schluß mit der Zensur. Darum der Kommentar hier ungekürzt und unzensiert.

 

http://www.veh-ev.info//pages/home/preisverleihungen.php

 

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Published by Helmut Jacob
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