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20. Januar 2012 5 20 /01 /Januar /2012 22:16

Ehemalige Heimkinder, die "Sachleistungen" aus dem Opferfonds beziehen wollen, müssen ihren Arzt von der Schweigepflicht entbinden. Dies ist dann nachvollziehbar, wenn es sich um Leistungen handelt, die gesundheitliche Folgeschäden kompensieren sollen. Auch bei anderen Schadensabwicklungen (Unfall, Haftpflichtansprüchen bei Personenschäden) sind solche Schweigepflichtsentbindungen übliche Praxis. Das von den Anlaufstellen vorgelegte Formular ist also selbstverständlich notwendig, auch wenn vermeintliche Opfervertreter jetzt laut "Skandal" schreien. Der Skandal ist bei diesen "Opfervertretern" zu finden. Sie haben trotz entsprechender Warnungen nicht reagiert, diese Warnungen teils gar als Hetze und Stimmungsmache beschimpft. Sie sollten endlich schweigen, statt den Opfern auch heute noch immer wieder neue Hoffnungen zu machen. Es ist ganz klar: Wer etwas aus dem Opferfonds will, muss die Hose runterlassen. Das wurde schon vor zwei Jahren prophezeit.

 

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Published by Helmut Jacob
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Kommentare

ehemaliges Heimkind 01/21/2012 11:19

Hallo Herr Jacob
Sicherlich ist es richtig daß für bestimmte Sachverhalte eine Schweigepflichtsentbindung notwendig ist.
Die Einholung der dafür notwendigen Daten muß jedoch genau geregelt sein, genauso wer diese Daten einholgen darf, was für Daten eingeholt werden und was damit geschieht.
Hier mangelt es an Allem.

Eine Einschränkung wäre beispielsweise "im Zusammenhang mit dem Heimaufenthalt" oder "gegenüber Spätfolgen"
Da hier aber nur auf eine "Beteiligung" von Ärzten , was immer man darunter verstehen mag, beschränkt ist und der Datensammler auch nicht weiter definiert ist, ist Missbrauch Tür und Tor
geöffnet.

Beispielsweise ist natürlich mein Hausarzt ein auch an den medizinisch bei mir nachweisbaren Spätfolgen mit beteiligter Arzt.

Wenn dieser nun jene ominöse Vollmacht vorgelegt bekommt ist daraus für meinen Hausarzt nicht ersichtlich für was jene Auskünfte eingeholt werden sollen.
Er würde, da dies offensichtlich vom Versorgungsamt kommt, natürlich auch Dinge welche nicht mit meiner Heimvergangenheit und deren Spätfolgen in Verbindung stehen offenlegen.
Aus dieser ominösen Vollmacht ist in keinster Weise ersichtlich daß es sich um Spätfolgen aus der Heimzeit handeln soll.

Gleiches gilt auch bei Auskunftsersuchen gegenüber anderen Behörden.

Auch erfolgt hier keine Einschränkung über eine Datenschutzerklärung (auf welche in der Vollmacht hinzuweisen wäre)

Das andere Unding ist jene Vollmacht auf die Regionale Anlaufstelle ausgestellt ist deren "Mitarbeiter" teilweise Ehrenamtliche Laien sind !

Ich persönlich möchte nicht daß die dort arbeitenden "Mitarbeiter" eine solch lax eingeschränkte Vollmacht zum Einholen von Unterlagen beliebiger Art über mich verfügen, dazu auch noch ohne
jeglichen Datenschutz.
Zumal es auch über den Fond eine direkte Beteiligung der Täterorganisationen gibt und auch daher auch keine Einschränkung der Weitergabe der Daten an diese (wenn das nicht bereits über die
"Mitarbeiter" in den Anlaufstellen selber erfolgt)