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28. April 2011 4 28 /04 /April /2011 15:46

Ein Jahr “Runder Tisch sexueller Missbrauch”
Bemerkungen von Peter Henselder, Montag, 11. April 2011:
"Der Runde Tisch der Bundesregierung zum sexuellen Missbrauch, der in voller Besetzung, aber auch in Arbeitsgruppen, Untergruppen und Foren einen Weg zu finden versucht, wie dem sexuellen Missbrauch entgegengewirkt werden kann, hat eine Vielzahl von Protokollen hervorgebracht, die auf der Seite des Runden Tisches zum Herunterladen bereit stehen (http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de). So sinnvoll es ist, von jeder Sitzung ein Protokoll anzufertigen, so umständlich ist es, diese sich einzeln anzusehen, auszudrucken und durchzuarbeiten. Hier bot sich an, die Protokolle in chronologischer Abfolge und auf das Wesentliche konzentriert in einen Text zusammenzuführen. Da es sich dabei um eine Nacherzählung handelt, die sich zwar eng an den Text hält, aber freier formuliert, konnten aus stilistischen Gründen zudem sprachliche Verbesserungen und Textstraffungen vorgenommen werden. Zugleich bot dies auch die Möglichkeit, eigene Bemerkungen hinzuzufügen, die zur Unterscheidung in eckige Klammern [ ] gesetzt sind. Wir glauben, daß damit nicht nur den Betroffenen, sondern allen an der Rückdrängung des sexuellen Missbrauchs Interessierten die Arbeit des Runden Tisches leichter zugänglich, und vor allem verständlicher wird. Die kontinuierliche Darstellung der Protokolle gestattet einen Einblick in die Entwicklung des Themas, wie Meinungen ausgetauscht werden und sich verfestigen, neue Aspekte hinzuwachsen, vertieft werden und sich Ansatzpunkte zur Verknüpfung und Kooperation ergeben, so daß am Ende eine in sich stimmige Konzeption vorliegt. Auch wenn gelegentlich der Eindruck entsteht, daß der Anlaß des Runden Tisches, nämlich die Vertuschung, aus dem Blick gerät, so zeigen einige Ausführungen doch auch das Milieu und die Atmosphäre auf, die den sexuellen Missbrauch begünstigen. Niemand hat gern mit dem sexuellen Missbrauch zu tun, entwickelt Abwehrmechnismen, glaubt vielleicht sogar, die eigene Institution vor Nestbeschmutzung bewahren zu müssen. Aber gerade das war der falsche Weg. Man muß sich dem Thema stellen. Doch erschreckt stellt man fest, wie gering eigentlich das Wissen über den sexuellen Missbrauch ist. Deshalb ist es auch so schwierig, sachgerechte Strategien der Abwehr zu entwickeln und die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen richtig einzuschätzen. Der Runde Tisch will ein effektives Instrumentarium schaffen. Somit ist er ein erster und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Seine Arbeit sollte deshalb auch von vielen wahrgenommen und gewürdigt werden. Die folgende Nacherzählung will zur Darstellung der Bemühungen und Leistungen des Runden Tisches einen Beitrag leisten und hofft auf diese Weise auch Menschen zu erreichen, denen die Protokollform nicht liegt."

 

Protokollzusammenstellung von Peter Henselder:

 

RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil1

http://www.top-medien-berlin.de/images/stories/uploads/RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil1.pdf
RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil2

http://www.top-medien-berlin.de/images/stories/uploads/RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil2.pdf
RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil3

http://www.top-medien-berlin.de/images/stories/uploads/RTsexuellerMissbrauch_Protokolle-Teil3.pdf

WDR5 - Das Ende des Schweigens
Ein Jahr Missbrauchsdebatte
Vor genau einem Jahr kam Unglaubliches an die Öffentlichkeit: Lehrer des berühmten katholischen Canisius-Kollegs in Berlin sollen jahrelang ihre Schützlinge sexuell missbraucht haben. Die Jesuitenpatres lösten eine beispiellose Debatte über Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aus, die katholische Kirche erlebte ihre größte Krise der jüngeren Geschichte. Und die Missbrauchsdebatte weitete sich aus: Mit den Ereignissen etwa in der Odenwaldschule verließ die Debatte den kirchlichen Raum und erreichte bald die politische Ebene. Im Frühsommer beriefen gleich drei Bundesministerinnen einen runden Tisch zum sexuellen Missbrauch ein – und an der Hotline für Missbrauchsopfer stehen seitdem die Telefone nicht mehr still.
Welche gesellschaftlichen Folgen Debatte und Aufklärung hatten, dokumentiert eine Serie im WDR 5 Morgenecho vom 24.-29.1.2011 - hier nach der Sendung zum Nachhören.
Redaktion: Imke Marggraf
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/serienuebersicht/das-ende-des-schweigens.html

1. Teil: Die Kirchenkrise
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/24.01.2011-06.05/b/serie-teil1-das-ende-des-schweigens-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
2. Teil: Die Erschütterung der Reformpädagogik
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/25.01.2011-06.05/b/serie-teil2-das-ende-des-schweigens-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
3. Teil: Missbrauch in der evangelischen Kirche
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/26.01.2011-06.05/b/serie-teil3-das-ende-des-schweigens-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
4. Teil: Am runden Tisch
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/27.01.2011-06.05/b/serie-teil4-das-ende-des-schweigens-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
5. Teil: Das Ende des Schweigens - Ein Jahr Missbrauchsdebatte
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/28.01.2011-06.05/b/serie-teil5-das-ende-des-schweigens-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html

WDR 5 Stadtgespräch: Alles wieder gut? - Die Kirche nach den Missbrauchsfällen
Der Priester, der kleine Jungen vergewaltigt, der Diakon, der sich zu seinem Zögling ins Bett legt und ... - nachdem die ersten Fälle von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen bekannt wurden, ging es Schlag auf Schlag. Allein im Erzbistum Paderborn haben sich seit Anfang vergangenen Jahres 56 Opfer gemeldet. Auch in der evangelische Kirche wurden Fälle von sexueller Gewalt bekannt.
Doch gut ein Jahr danach ist es wieder ruhig geworden. Wir möchten in unserem Stadtgespräch verstehen, welches System hinter dem sexuellen Missbrauch steht  und wie Missbrauch künftig zu vermeiden ist.
Ton: http://www.wdr5.de/sendungen/wdr-5-stadtgespraech/s/d/21.04.2011-20.05/b/wdr-5-stadtgespraech-alles-wieder-gut.html

Mit den sexuellen Verbrechen an Kindern und Jugendlichen befasst sich auch Norbert Denef, selbst Opfer. Hier seine Seite "NetzwerkB"
http://netzwerkb.org/

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Published by Helmut Jacob
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