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22. November 2011 2 22 /11 /November /2011 23:07

 

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Ehrenberg-Preis an Antje Vollmer
Demo der Heimkinder vor der Christuskirche Bochum
Teil 1Demo vor der Kirche
Teil 2 Demo vor der Kirche 2
Teil 3 Preisverleihung
Teil 4 Podiumsgespräch

 

Beitrag WDR auf youtube mit Statement Pfarrer Thomas Wessel (Christuskirche Bchum):

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=kXpDkAj7QZU

 

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O-Ton der Preisverleihung

Begrüßung
Podiumsdiskussion und Protest von Opfern
Dank und Verabschiedung
Stellungnahme “Verein ehemaliger Heimkinder”

 

Heimopfer reden Tacheles in der Christuskirche Bochum
(verbesserte Tonqualität) hier klicken

 

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http://

www.derwesten.de/staedte/bochum/ex-heimkinder-protestierten-gegen-antje-vollmer-id6098973.html

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Proteste-gegen-Preistraegerin-Antje-Vollmer;art932,1476088

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/antje-vollmer-in-der-christuskirche-bereit-sein-auch-einsamkeit-zu-ertragen-id6101155.html

 

"Beim öffentlichen Festakt in der Christuskirche begrüßte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bochum, Peter Scheffler, neben den Festgästen auch rund 30 Mitglieder verschiedener Gruppen ehemaliger Heimkinder aus ganz NRW. Er habe großen Respekt davor, dass sie für ihre Interessen kämpften, denn ihnen sei "großes und erschütterndes Leid" zugefügt worden. "Gedemütigt – erniedrigt – im Namen Gottes", stand auf einem der Protestplakate in der Christuskirche während des Festaktes. Sie sei als 15-jährige Schwangere in einer Diakonieeinrichtung misshandelt worden, berichtete eine Demonstrantin, die für ihr außerplanmäßiges Statement ein Mikrofon vom Podium gereicht bekam."

http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-west/schwerpunktartikel/evangelischer-hans-ehrenberg-preis-antje-vollmer-v


http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Heimkinder-erheben-ihre-Stimme;art932,1477463

 

"Im Portal seiner Kirche steht Thomas Wessel und blickt etwas ratlos zu den letzten Demonstranten herüber. Eine sehr emotionale Geschichte sei das. "Sie haben einfach immer Recht, auch wenn sie Unrecht haben.""

http://www1.wdr.de/themen/politik/hansehrenbergpreis104.html

 

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Kommentar:

Manchmal liegen Verachtung und Hochachtung nur wenige Mausklicks voneinander entfernt. Verachtung für Leute aus dem Bodenpersonal, die ihren Brötchengeber Christus über den Tisch ziehen. Hochachtung für ...

Hochachtung habe ich vor der kleinen Gruppe von Demonstranten gestern Abend vor der Christuskirche in Bochum! Da ist der Organisator, der ein Zelt herbeigezaubert hat. Da sind ältere und alte Männer und Frauen, die sich in die Kälte gestellt haben und für ihre Sache und für die Sprachlosen, die Traumatisierten und die wenig Sprachgewandten Sprachrohr wurden. Bevor ich ins schwadronieren komme: Ihr wart großartig, Ihr hattet Mut, Ihr wart Kämpfer für viele Heimopfer, auch solcher, die Euch bekämpfen.

 

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Heidi Dettinger sagte, am 25. November 2011 im Blog von Dierk Schäfer:
Neben dem „Stachel im Fleisch“ für die Vollmer waren wir in Bochum für die Medien und für die Menschen in der Kirche präsent. Das kann so ganz falsch nicht sein!
Gut fand ich natürlich auch das Zelt mit Mucke und Freundlichkeit, bekannte Leute wiederzusehen, neue Leute zu treffen, spannende Gespräche vor und nach dem Preisverleihungsgedöhns.
Verständlich fand ich, dass einige nicht mit in die Kirche wollten – mir war auch ziemlich übel da drinnen… Unverschämt fand ich das Ansinnen von dem Wessel, dass
-> unsere Schilder raus sollten und
-> nur fünf von uns reindurften, die anderen draußen bleiben sollten und erst, wenn alle „normalen“ Besucher da wären, könnten auch die Ehemaligen da rein!
Bescheuert und beschämend (für sie, nicht für uns!) fand ich, dass sich Antje Vollmer irgendwie durch einen Hintereingang auf die Bühne geschlichen hat, souverän fand ich Margot Käßmann, die auf uns zu ist, uns begrüßt und sofort auch den Wessel auf den Pott gesetzt hat, von wegen nur 5 Ehemalige reinlassen und keine Schilder.
Als witzige Randbemerkung empfinde ich, dass sich der Wessel sicherlich einigen seiner BesucherInnen erklären wird müssen – denn so gut wie keiner, mit dem ich geredet habe, hat etwas von der Kontroverse um Vollmer gewusst, die meisten nicht einmal etwas vom RTH oder hat überhaupt auch nur mal über ehemalige Heimkinder nachgedacht. Sie waren entsprechend empört, dass ihr Pastor sie nicht informiert hatte.
Noch witziger fand ich, dass selbst seine Frau ein bisschen entsetzt aus der Wäsche guckte, als sie mitbekam, mit welcher Rigorosität ihr Gatte versuchte, uns (bis auf 5) aus der Kirche auszusperren, bzw. uns mal wieder die Brosamen (letzten Plätzchen) zuzuweisen. Und sogar seine uniformierten Helferchen reinschickte.
Sehr mutig, klar und deutlich fand ich die Überlebende, die da vorne mit dem großen Plakat stand und einen Teil ihrer Geschichte erzählte. Meiner Meinung ging es dabei weniger um sie selbst, sondern um den etwas erstaunten BesucherInnen klar zu machen, was wir überhaupt da wollten, warum wir das wollen, was wir wollen, weshalb wir nicht einfach wieder gehen und sie in Ruhe ihre besinnliche Feier abhalten lassen wollten. Ich glaube, dass ist durch den eindringlichen Vortrag auch noch dem letzten Anwesenden klar geworden.
Auch wenn Herr Schäfer meint, dass dies NICHT der Sinn der Sache gewesen sei, sondern wir vielmehr hätten zeigen müssen, wie falsch die Ehrenberg-Gesellschaft mit der Preisvergabe läge – das war tatsächlich nicht das Anliegen der Anwesenden. Vielmehr wollten wir aufzeigen, was sich die Vollmer mit uns geleistet hat – und das finde ich an jedem Ort und zu jeder Gelegenheit richtig. Und wenn Frau Vollmer den Orden der besten Strümpfestopferin im Lande bekäme – auch da wäre Platz, um zu protestieren. Ich werde nämlich immer und bei jeder Gelegenheit wieder deutlich machen, was diese Frau sich da geleistet hat! Ich will, dass sie ihres Lebens nicht mehr froh wird. Und wenn ich etwas dazu tun kann, werde ich das mit Sicherheit tun.
Also: Eine rundum gelungene Angelegenheit war das – dank an alle, die dort waren, sich gezeigt haben, geredet und diskutiert haben, im Vorfeld Schilder gebastelt, Zelte aufgebaut, Glühwein gebraut, Schilder eingesammelt, den Anwesenden und der Presse unser Anliegen höchst eloquent nahe gebracht, im Hotel noch für weitere Diskussionen gesorgt haben und natürlich auch Dank an all die, die uns in Gedanken begleitet haben, mit guten Wünschen und pfiffigen Ideen!
Nun heißt es: Weiter im Text und auf zu nächsten Taten!

 

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Gedächtnisprotokoll vom 22.11.2011

Preisverleihung Antje Vollmer

 

Wichtige Geschehnisse zur Preisverleihung

 

·        Etwa 25 Protestierende vor der Kirche mit Schildern und T-shirts.

·        In der Kirche stand eine Gruppe von Demonstraten mit Schildern. Pfarrer Wessel sprach sie an, sie müssten die Schilder raus bringen, da er der Gastgeber dieser Veranstaltung wäre und er es der Frau Vollmer nicht zumuten könne, vom Podest aus, auf diese Schilder gucken zu müssen. Die Gruppe verweigerte diese Aufforderung und erwiderte auf die Aussage, dass sie dann die Kirche verlassen müssten mit lauten Worten: „Dann müssen Sie uns schon raustragen“

·        Ex Bischöfin Käsmann setzte sich dann dafür ein, dass die Gruppe mit den Schildern dort stehen bleiben durfte.

·        Neben der Gruppe stand ein junger „Bodyguard“ der wahrscheinlich darauf achten sollte, dass die Gruppe nicht „gewalttätig“ wird.

·        Am Ende der Podiumsdiskussion, als der „Runde Tisch“ zur Sprache kam, hörte man von der Demonstrantengruppe immer wieder Zwischenrufe. Plötzlich liefen 3 Demonstranten mit ihrem Schild nach vorne und stellten sich vor das Podium. Die Schilder deutlich vor Frau Vollmer und dem Publikum. Der „Bodyguard“ stellte sich quasi daneben – als ob da jemand Gewaltbereitschaft gezeigt hätte?!

·        Eine Demonstrantin erzählte kurz und in lautem Ton was ihr damals wiederfahren ist. Einige im Publikum hörten gebannt zu und applaudierten, über so viel Mut (so schien es mir). Wiederum andere kommentierten unsensibel einen Spruch mit „Schade“ (wobei dieses wohl eher ironisch gemeint war)

·        Zwei Mal wurde die oben stattfindende Diskussion von Demonstranten, die sich vor das Podium stellten, unterbrochen. Frau Käsmann war die erste, die aufstand um einer Demonstrantin ein Mikrofon zu reichen, damit man sie besser verstehen konnte. Bei der zweiten Unterbrechung wurde dem Demonstrierenden von der Audiotechnik in der Kirche ein Mikrofon mit Ständer gebracht. Das Mikro war aus, daraufhin kam der Moderator der Diskussion und stellte sein Mikrofon zur Verfügung.

·        Frau Vollmer schaute bei der Kritik drein, als könne man sie nicht meinen und zeigte deutliches Desinteresse.

·        Nach den jeweiligen Unterbrechungen gingen die Demonstranten mit erhobenem Haupt durch die Mitte der Kirche nach draußen. Mit dem Spruch: „Man könne es hier drin nicht mehr ertragen.“

·        Nach den Unterbrechungen wurde die Diskussion innerhalb von 2 Minuten beendet und zu Getränken und Speisen gebeten. Der ….. sprach noch einen Segen, zu dem alle aufstanden.

 

Protokoll, Fotos, Videos: Lina Kortegaard, Assistentin des Bloggers - mit Dank

 

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    Rosi Allingham in Facebook (mit freundlicher Genehmigung)

    Gestern Abend 22.11.2011 fand eine Demo in Bochum , Christurkirche statt wo Fr. A. Vollmer den Hans-Ehrenbergpreis auch in Verbindung mit dem RTH erhielt.
    Dank an einen Heimkameraden für das Organisieren, das Zelt, den Glühwein, Musik und vor allem die vielen wichtigen Kopien die ausgedruckt wurden.
    Ich war endlich heut Nacht um 2 h zuhause, Nebel war Gottseidank nicht viel. Meine Mutter hatte die Haustüre zum Garten noch von innen verammelt, so machte Ich noch einen mords Lärm zuhause, lol ,shitty
    Nun zu der Demo. Ich gab von den Kopien die 3 m.E. wichtigsten auch die Polizisten die die Demo in Schach hielten. Die meisten vortäuschlich gelangweilt , doch einer merkte das Ich informieren wollte und nahm sie an.
    Ich gab diese 3 wichtigsten Kopien , eine die Liste der Firmen der früheren Zwangsarbeit, die Liste von Dirk Schäfer kurz vor der Demo mit Fragen und Tips , und eine Liste von den Verletzung der Menschenrechte an die Presse. Alles wichtige stand kurz und präziese genau auf den Listen.
    Wir wurden dazu auch persönlich interviewt und jeder gab wahrscheinlich auch verschiedene Perspektiven wieder.
    Es war sehr kunterbunt auch ob wir in die Kirche durften mit Schilder ohne Schilder , erst mal 5 und dann sehen ob noch Plätze frei waren. Wir wussten das nicht alle von uns in die Kirche kamen, es war auch so gedacht das draußen und drinnen eine Demo war, draußen konnten wir laut sein ,drinnen halt etwas ruhiger.
    Fr.Margot Käßmann kam zu uns und begrüßte uns . Wir , Ich meine 8 von uns, standen an der Seite in der Mitte der Kirche mit Schildern . Einer von uns hat alles mit dem Handy Video aufgenommen
    Zwei Personen vom VEH hatte den Mut sich zu empören traten nach vorne und Eine Person erzählte eine Sitiation von damals im Heim, Gregor Ter Heide der erneut an das Bundesverfassungsgericht Beschwerde abgibt, trat vor und bestätigte diese seine Arbeit, und Ich trat vor und sprach davon das die Gesetze am RTH nicht wahrgenommen wurden, Zwangsarbeit und Menschenrechte verjähren nicht und das die heutige Zeit die Gesetze für die Bürgern vernachlässigt , nur die Finanzpolitik herrscht . Die Presse , hauptsächlich vom WDR-Lokalzeit , hat alles aufgezeichnet.
    Es war ein ungewöhnlicher Abend für Gäste, und die Preisverleihung. Wir haben nach der Preisverleihung positiv noch mit Gästen über eben diese Mißstände gesprochen viele wußten um die damalige Heimzeit , hatten aber keine Kenntnis über den RTH. Wir wurden mit,, mutig ,, von diesen Zuhörern kommentiert. Pfarrer Wessel hatte Befürchtungen und Ich versuchte Ihn immer wieder aufzumuntern. Er merkte aber , daß es zwar nicht dem Ablauf der Broschüren entsprach aber vom Publikum akzeptiert war, und das ist doch sicher im Sinne des Hr.Hans -Ehrenberg bezüglich unserem Recht.

 

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Wolfgang Petersen in Facebook (mit freundlicher Genehmigung):
War gestern auf der Demo in Bochum, viele Presseleute waren der Meinung, das es eine Demo des VeH sei, das hat mich geärgert. Ansonsten war es eine Demo, die Antje Volmer sicher mehr zum Nachdenken brachte als wärend ihrer Tätigkeit am runden Tisch. Zeitweise hatte ich den Eindruck, das sie die Nerven verlieren könnte, da die Gäste der Verleihung für unsere Aktion in der Kirche sehr viel Beifall klatschten.Es gab dann auch noch Spannungen mit Herrn Wessel, der verlangte, das wir die Plakate aus der Kirche entfernen müssten, er könne als Gastgeber, Antje Vollmer dies nicht zumuten, einige ehemaligen sagten daraufhin, dann müssen sie uns hier raustragen. Dann kam Frau Margot Käßmann zu uns, begrüsste jedes Heimkind mit Handschlag und sprach mit Herrn Wessel, Inhalt habe ich nicht mitbekommen. Dannach durften wir mit Plakaten in der Kirche bleiben. Wir wurden dann auch noch offziel eingelden, Getränke und Suppe (Tomatensuppe und Gulaschsuppe) zu uns zu nehmen, welche für alle Gäste dieser Veranstaltung vorgesehen waren. Die Gespräche mit den Gästen bei Gulaschsuppe, waren sehr gut, viele haben sich vorher nie mit uns Heimis aus ein ander gesetzt und waren bestürzt über unsere Geschichten , aber auch über das Ergebniss des runden Tische. Ich habe z.B vielen die Frage gestellt, wie nennen sie es, wenn man zur Arbeit mit Prügel gezwungen wurde, die Antwort war Zwangstarbeit. Meine einwände, dieser Begriff sei ja duch die Nazizeit schon besetzt. Eine Antwort fand ich sehr gut, dann nennt es doch, wie es war,"PRÜGELZWANGSARBEIT"

 

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vor ihnen demonstrierende Heimopfer

 

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Zusammengekehrt

Was ist übrig geblieben in den Erinnerungen zur Verleihung des Ehrenbergpreises an Antje Vollmer?

Da ist zunächst ein begossener Pudel. Der Pfarrer Thomas W. Er hat einen Kollegen kennenlernen müssen, der etwas genauer und zwischen den Zeilen liest: die Begründungen für die Preisverleihung. Einen Kollegen, der den „Heimis“ diesen Karl Ehrenberg vorstellte, über ihn berichtete, auch über den schändlichen Umgang der Evangelischen Kirche mit diesem Mann mit geradem Kreuz.

Da sind Heimopfer, die DAS Haar in der Suppe gefunden haben: Konsens. Sie haben diesem Thomas W. erst freundlich geschrieben, dann um die Ohren gehauen, dass es diesen Konsens nie gab. In der Folge hat W. Kommentare beschnitten und ausgesperrt, seine Meinung so lange zurechtgebogen, bis von Konsens eh nichts mehr und von der Vollmerschen Arbeit am „Runden Tisch Heimerziehung“ kaum noch was übrig blieb.

Da ist eine verhagelte Feier zur Preisübergabe. Es hätte so schön sein können für Antje Vollmer: eine weitere Trophäe für Verdienste ums Vaterland und wer weiß, wofür sonst noch. Die Trophäe hat sie erhalten, allerdings vor Plakaten und vor Opfern, denen sie – will man den mehrfach vorliegenden Berichten glauben – ein gewisses Desinteresse bekundete. Zuletzt wurde sie weinerlich: „Ich fange das ab, was für andere bestimmt war. Aber es ist trotzdem anstrengend.", wird sie in WDR-online zitiert. „Man muss bereit sein, auch zwischen den Stühlen zu sitzen, und auch Einsamkeit ertragen können“, zitiert sie DERWESTEN-online. Ihr wird noch lange angekreidet bleiben, dass sie nicht zu ähnlicher Zivilcourage gefunden hat, wie Christine Bergmann vom „Runden Tisch Sexueller Missbrauch“.

Da ist die Kollegin von Vollmer, die alle Demonstranten mit Handschlag begrüßte. Margot Käßmann hielt ihren Kollegen W. davon ab, die Demo-Plakate in der Kirche zu verbieten, weil sie doch ins Blickfeld der Frau Vollmer geraten könnten. Sie reichte ihr Mikro weiter, damit eine Demonstrantin vor der Versammlung das ihr zugefügte Leid wenigstens ins Stichworten herausschreien konnte.

Da ist wieder Pfarrer W., der die Welt nicht mehr versteht. Was hat er gekämpft? Wieviel christliche Ethik hat er an die Wand geklatscht? Und nun muss er auf der WDR-online-Seite lesen: „Im Portal seiner Kirche steht Thomas Wessel und blickt etwas ratlos zu den letzten Demonstranten herüber. Eine sehr emotionale Geschichte sei das. ‚Sie haben einfach immer Recht, auch wenn sie Unrecht haben.’"

Und da sind zuletzt die, die eigentlich an die erste Stelle der Erinnerungsliste gehören. Ältere und alte ehemalige Heimkinder, die zu Opfern von Gewalt und Terror wurden. Sie waren großartig, sie hatten Mut, sie waren Kämpfer für viele andere Heimopfer, auch solcher, von denen sie bekämpft werden.

 

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Published by Helmut Jacob
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Kommentare

Ehemaliger 11/25/2011 19:52

Hallo Helmut:Im großen+Ganzen hast du ja recht,aber allen unmut an Hr.Wessel auszumachen ist nicht richtig,ja klar steht er auf der Gegenseite,und wir sind anderer meinung als er.An diesem Abend
aber hat er uns so ziemlich in Ruhe gelassen.Nach Polizeiangaben hätten wir(nach seinem verbot)die kirche NICHT mit plakaten betreten dürfen.Und trotzdem hat er uns gewähren lassen.Es wär für ihn
ein leichtes gewesen,uns von der polizei, raustragen zu lassen.

Helmut Jacob 11/26/2011 14:14



Guten Tag, Sie haben Glück, dass ich Ihren Kommentar gefunden habe. Aus Zeitgründen kann ich mich um diese Kommentare in meinem Blog nicht kümmern. Aber zu Ihrem Kommentar:


Herr Wessel hat sich diesen Unmut nun wirklich selbst zuzuschreiben. Wer auch solche Einträge zensiert, bei denen es nun wirklich nichts zu zensieren gibt, wer die demokratischen Spielregeln so
verletzt, der muss sich Kritik gefallen lassen. Sich er hat Herr Wessel in der Christuskirche Hausrecht, aber es hätte ihm gut angestanden, darauf zu verzichten, zumal keine Randale beabsichtigt
war. So bedurfte es des guten Zuredens von Margot Käßmann, bis dieser Mensch zur Vernunft kam. Hätte er Euch durch die Polizei heraustragen lassen, wäre sein Ruf noch mehr unter die Räder
gekommen. Ich kann mir lebhaft die Schlagzeilen vorstellen: Pastor Wessel schmeisst Heimopfer raus!, ect.


Folgt man den Berichten, soll sogar seine Frau verwundert über das rigorose Gebahren ihres Ehemannes - der dazu ja auch noch Pfarrer ist - gewesen sein.


Ihnen alles Gute in Ihrer Aufgabe. Ich lese Ihre Beiträge auch in anderen Foren mit Aufmerksamkeit.


Herzlichst Helmut