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9. Januar 2012 1 09 /01 /Januar /2012 17:56

Klaus Klüber zu 120-Mio-Opferfonds für Opfer der Heimerziehung


wwwexheimkinderde.jpg

 

"Dieser Fonds dient nur der öffentlichen Augenwischerei
Dieser Fonds hat genauso viel mit Entschädigungen zu tun, wie Kirchen mit Gott.
Beides ist eine Verhöhnung. Einerseits Gott gegenüber, als auch den ehemaligen Heimkindern gegenüber, die einst im Namen des Herrn , schutzlose einem Spannungsfeld permanenter Angst, Gewalt und teils auch Missbrauch, in ach so christlichen Heimen der Bildung beraubt und zu Zwangsarbeit verpflichtet ausgebeutet und misshandelt wurden.
Wenn man bedenkt wie viele Jahre es bedurft hat, um diese Tragödie öffentlich zu machen, denen bereits hunderte oder gar Betroffene durch Suizid zum Opfer gefallen sind, dann versteht man auch, dass dieser Fonds, der unter konspirativen Umständen zwischen Kirchen und Staat ausgehandelt wurde, nichts mit Entschädigungen zu tun hat, wenn damit lediglich die allerschlimmsten Spitzen der Folgen all dieser Verbrechen durch Therapien und/oder zweifelhafter Sachleistungen gemildert werden soll.
Dabei wäre eine finanzielle Entschädigung schon deshalb das Mittel der Zeit gewesen, da diese oft schon milieugeschädigten Kinder einst mit dem Anspruch ins Heim eingewiesen wurden, durch die Erziehung bessere Lebenschancen auf den Weg zu geben. Doch genau das Gegenteil war meist der Fall, weil sehr viele Kinder als dermaßen unselbstständige und zerbrochenen Persönlichkeiten entlassen wurden, um nie mehr zu jener selbstständigen Souveränität zu finden, die anderen Menschen als normal erachten.
Dies bedeutet, die meisten mussten bis an den heutigen Tag auch enorm finanzielle Nachteile in Kauf nehmen, die eine reale Entschädigung nur zu gerechtfertigt hätte."
Klaus Klüber, www.ex-Heimkinder.de
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/11546281.htm

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Published by Helmut Jacob
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