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25. Oktober 2010 1 25 /10 /Oktober /2010 13:49

Veröffentlicht in heimkinder von dierkschaefer am 28. September 2010

Sie hat es geschafft, auch noch in der Endphase die Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit zu verstärken, indem sie rigoros Geschlossenheit fordert und Drohungen ausspricht. In ihrem Interview in der Osnabrücker Zeitung sagt sie:

»Wir haben das Prinzip der gemeinsamen Verantwortung schon im Zwischenbericht festgeschrieben. Um nun eine Lösung zu finden, ist es zwingend, dass alle in dieser gemeinsamen Verantwortung bleiben«. Niemand dürfe ausscheren, weil dann das Gesamtpaket scheitern würde. »Noch habe ich die Lösung nicht. Um zum Ziel zu kommen, ist es notwendig, dass alle – wirklich alle – an einem Strang ziehen.«

http://www.noz.de/drucken/show?id=47999832&name=2709-pol-02-heimkinder Montag, 27. September 2010

Da wird offensichtlich ein Gesamtpaket geschnürt – wie bei Verhandlungen üblich. So ein Kuhhandel ist zwar leider nötig. Doch wer ihn im Vorfeld öffentlich ankündigt, bewirkt das Gegenteil und gefährdet das Päckchen-packen.

Frau Vollmer hätte sich bereits früher um glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit bemühen sollen. Sie darf sich nicht wundern, wenn nun ein Kommentar zum Artikel die dubiose Rolle beleuchtet, die Frau Vollmer bisher am Runden Tisch gespielt hat:

http://www.noz.de/artikel/47999832/vollmer-niemand-darf-ausscheren

»Heidi D., gestern um 15:37 Uhr Niemand darf ausscheren? Wer bestimmt das? „Wir haben das Prinzip der gemeinsamen Verantwortung schon im Zwischenbericht festgeschrieben,“ sagt Frau Vollmer. Lieber vergessen würde sie offensichtlich, dass schon der Zwischenbericht eben NICHT ungeteilte Zustimmung fand – Frau Djurovic (Ehemaligen-Vertreterin) z.B. hat sich gegen weite Teile desselben ausgesprochen. Vor laufenden Fernsehkameras übrigens!

Nun erfahren wir voller Staunen, dass Frau Vollmer es „zwingend“ findet, dass „keiner ausschert“. Wen mag sie damit wohl meinen? Und vor allem: Wer soll sich wohl angesprochen fühlen, wenn sie im nächsten Satz betont, dass, sollte es dennoch jemand wagen (wer wohl?), das „Gesamtpaket“ zu scheitern drohe.

Um es mal ganz deutlich zu machen: die Überlebenden von sexueller, psychischer und physischer Gewalt in deutschen Heimen UND Internaten fordern ein angemessenes Schmerzensgeld, das sich in seiner Höhe an den gezahlten bzw. zugesagten Geldern international und nicht etwa an den erschreckend niedrigen Geldern für die ehemaligen Zwangsarbeitern ausrichtet!«

Beschlagwortet mit:dr. antje vollmer, heimkinder, Runder Tisch

 

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Published by Helmut Jacob
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