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22. Dezember 2011 4 22 /12 /Dezember /2011 14:49

Die neue Sinus-Studie zeigt ein sehr hohes Schwundpotential der Kirchen auf.

»Der Geschäftsführer des Heidelberger Sinus-Instituts, Bodo Flaig, rät den Kirchen dazu, sich einen „detaillierten Einblick in die existierenden Lebenswelten“ zu verschaffen. Sie müssten die Menschen, ihre „Wertprioritäten“, Einstellungen und Befindlichkeiten besser verstehen lernen, um sie auch tatsächlich zu erreichen«.

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2134947/Den-Kirchen-droht-eine-massive-Austrittswelle.html Mittwoch, 21. Dezember 2011

 

Die Rolle der Kirchen in der Heimkinderfrage steht bei diesen Trends sicherlich nicht im Vordergrund, ist aber wohl doch einer der Stolpersteine, denen die Kirchenleitungen keine Beachtung schenken. Hochmut wie auch vorgetäuschte Demut kommen vor dem Fall.

 

Ich schrieb vor bald 1 ½  Jahren:

»Wie wollen/sollen wir uns als Kirche verhalten? Uns hilft nur schonungslose Offenheit für die Behandlung der zurückliegenden Vorgänge und die Verantwortungsübernahme. Es ist unser Pech, daß unsere Einrichtungen von der Vergangenheit eingeholt werden, nachdem wir die Tätigkeit im Sozialbereich inzwischen überwiegend gut und professionell gestaltet haben.

Aber diese Hypotheken müssen abgetragen werden, sonst leidet unsere Glaubwürdigkeit für Gegenwart und Zukunft. Nicht nur aus Gründen der Reue und Zerknirschung hätten wir uns an die Spitze der Aufklärung der Mißhandlungen in kirchlichen Einrichtungen setzen müssen.

Allein schon der Aspekt der Schadensminderung erfordert ein professionelles Schadensmanagement. Die Kirchen sind in ihrem Kernbereich betroffen. Das ist für die Gläubigen neben den Sakramenten die Verkündigung von Gottes Wort, das auch im Alltag der Kirche zu gelten hat. Für die Gesellschaft zählt zum Kernbereich die Vertrauenswürdigkeit der Kirchen. Nur die Vertrauenswürdigkeit schafft auf Dauer die tragfähige Basis, den Kirchen die gesellschaftlichen Aufgaben im Sozialbereich auch weiterhin „anzuvertrauen“ und öffentliche Einflußnahme zu gewähren. Beide Aspekte des Kernbereichs, die glaubwürdige Verkündigung von Gottes Wort und die Vertrauenswürdigkeit in den Augen der Gesellschaft, sind zur Zeit in Gefahr.

Umkehr tut not!«

http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2010/05/essay-pfarrerblatt.pdf

War nix mit Umkehr, kommt wohl auch nicht mehr.

 

http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/12/21/schwundpotential-der-kirchen-ausgelotet/

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Published by Helmut Jacob
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