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6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 13:23

Posted in Kirche by dierkschaefer on 5. März 2014

Post aus Volmarstein. Nein, falsch geraten. Es ist weder die Antwort auf mein Mail vom 11. Februar 2014[1] und auch nicht die auf mein Mail vom 21. November 2013[2]. Es ist ein simpler Bettelbrief, nach dem Motto: Hat er einmal gespendet, macht er’s vielleicht noch mal.

Und wieso shit happens? Das geht so: Wenn man irgendwo, nicht nur bei Volmarsteins, gespendet hat, bekommt man ein Dankesschreiben, in Volmarstein mit Konterfei und Unterschrift des Chefs. Soweit o.k. Natürlich hat er normalerweise weder die Spende noch sein Dankeschön selber zu Gesicht bekommen, das macht die Spendenabteilung, und das ist auch o.k. Doch man landet auch in der Spenderdatei und bekommt Bettelbriefe. Das ist verständlich, aber nicht o.k., denn es ist belästigend.

Peinlich wird die Angelegenheit, wenn der Herr Anstaltsleiter auf Mails nicht antwortet, die nichts mit Spenden zu tun haben, sondern Fragen nach der korrekten Geschäftsführung stellen. So ein shit happens, wenn man nicht direkt über Mail erreichbar ist, sich abschottet und Mails nur über info@….de  oder praesidialbüro@….de  laufen. So ein Filter ist in vielen Fällen ganz praktisch, schließlich kann sich der Chef nicht um jeden Shit selber kümmern. Dann gibt es drei Möglichkeiten: 1. Der Chef wird knapp informiert und sagt ebenso knapp, welchen Duktus die Antwort haben soll (Herr XY hat mich gebeten, Ihnen auf Ihr Schreiben vom x.x. zu antworten) oder 2. er sagt no answer! oder 3. das Büro läßt das Schreiben kraft eigener Machtvollkommenheit unbearbeitet.

Wie dem auch sei: So verprellt man Spender, die mehr wollen, als nur eine Einrichtung zu unterstützen, die den Anschein erweckt, auf dem hohen Roß zu sitzen oder von einem Chef geleitet zu werden, der seinen Laden wohl nicht im Griff hat.

Ich werde ihm seinen Bettelbrief zurückschicken, per Einschreiben.

[1] https://dierkschaefer.wordpress.com/tag/diakonie/

[2] http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/11/21/volmarsteiner-anstalten-und-ihr-finanzbeitrag/

2 Antworten

ekronschnabel said, on 5. März 2014 at 22:18

@ Dierk Schäfer:

Sie wissen, wo das steht: “…der Herr hat’s genommen”. Ich meine den Herrn aus Volmarstein. Sein Motto: Nehmen ist seliger denn geben. Oder war das andersrum…?

Antwort

dierkschaefer said, on 6. März 2014 at 00:02

In einem Film will sich ein Mann an seiner Bank rächen, ich glaube, sie wollten ihn entlassen. Er weiß aber noch nicht wie. Da geht er in die Kirche. Der Pfarrer predigt über „Geben ist seliger, denn nehmen“. Dem Mann geht ein Licht auf, er legt unbeobachtet etwas Kleingeld in die Kasse – und verursacht einen Mordsaufwand, mehr, als wenn er geklaut hätte.

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Published by Helmut Jacob
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