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8. August 2011 1 08 /08 /August /2011 23:06

Dierk Schaefers Blog

» Im Mittelpunkt steht die theologische Qualität des Unternehmens«.

Veröffentlicht in heimkinder, Pädagogik, Kirche, Theologie von dierkschaefer am 2. August 2011

… sagt der Nachfolger von Pfarrer Iwand in der Bergischen Diakonie Aprath.

Doch »Iwand möchte der Diakonie als Pfarrer verbunden bleiben. Hilfe bot er seinem Nachfolger in einem schwierigen Fall an. Ehemalige Heimkinder aus einer BDA-Einrichtung in Bensberg, die Ende der 1970er-Jahre geschlossen wurde, werfen damaligen Mitarbeitern seit vergangenem Jahr Misshandlungen vor. „Ich bin bereit, zu helfen und diese Aufgabe weiterzuführen“, sagte Iwand. Die wissenschaftliche Aufklärung habe begonnen. Eine Professorin der Fachhochschule Bochum wurde mit der Untersuchung betraut. Es handele sich dabei aber nicht um eine Auftragsarbeit, sondern um unabhängige Forschung, wie Iwand betonte.«

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/wulfrath/pfarrer-hohlweger-uebernimmt-fuehrung-der-bergischen-diakonie-1.728188 Dienstag, 2. August 2011

 

helmutjacob sagte, am 3. August 2011 zu 14:11

Das hat den Opfern der Bergischen Diakonie Aprath noch gefehlt. Ein Mann, der den Karren an die Wand gefahren hat, will bei der weiteren Aufarbeitung der Verbrechen an Heimkindern weiter seine Finger im Spiel behalten. Die Opfer hatten gehofft, dass nach Peter Iwand ein frischer Wind in die Bergische Diakonie weht. Ein Wind, der ihren Vorstellungen von Aufarbeitung entgegenkommt. In Volmarstein beispielsweise hat das geklappt: Mit dem alten Anstaltsleiter ging nichts mehr; mit dem neuen funktionierte dann die Erforschung von 20 Jahren Terror und Verbrechen. Auch wenn die Konsequenz für die Evangelische Stiftung Volmarstein eher peinlich ist. Keine Opferentschädigung seitens der Einrichtung = keine Entschuldigung der Opfer.

Der Neue von Aprath sollte den alten Dreck von seiner Fußmatte kehren! Er sollte sich nicht ins Handwerk pfuschen lassen, sondern das Gespräch mit den damals Geschundenen und Gequälten suchen. Der Forschungsauftrag an die Bochumer Uni-Professorin Carola Kuhlmann ist eher eine weitere Wand zwischen der Täter- und Opferseite. Erstens ist sie von den ehemaligen Heimkindern nicht erwünscht. Sie wollen Professor Klaus Wolf von der Uni Siegen mit seinem Team. Zweitens darf die Unabhängigkeit von Carola Kuhlmann in Frage gestellt werden. Ihr erstes Buch in Sachen Heimerziehung „So erzieht man keinen Menschen“ fiel rosarot für die Täterseite aus. Zwar hat sie in ihren Folgewerken eine gewisse Reue demonstriert – auch nachdem ihr wohl die Erlebnisse der Heimkinder um die Ohren geflogen sind – aber: Das Vertrauen ist weg. Ich selbst hatte seinerzeit mächtig Schaum vor dem Mund, als ich ihren ersten Schmarrn las (http://www.amazon.de/erzieht-keinen-Menschen-Berufserinnerungen-Heimerziehung/dp/3531158147).

Die Opfer sollten ihren Kurs beibehalten. Wiedergutmachungen gibt es eh nicht. Umso mehr sollten sie darauf bestehen, dass wenigstens die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit, auf den Tisch kommt.

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Published by Helmut Jacob
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