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29. Dezember 2010 3 29 /12 /Dezember /2010 13:55

Antje Vollmer: Was ist die Wahrheit?

 

Antje Vollmer, die Moderatorin des Runden Tisches, zeigte sich erleichtert. "Ein einstimmiges Ergebnis ist immer gut", sagte die ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages.
http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25555/ticket,g_a_s_t

 

Die Vorsitzende des Runden Tischs, Antje Vollmer, zeigte sich zufrieden. "Ein einstimmiges Ergebnis ist immer gut", so Vollmer.
http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=5446

 

Dennoch zeigen Sie sich zufrieden und sagen laut dpa: "Ein einstimmiges Ergebnis ist immer gut."
http://bundestagsausschuss.blogspot.com/2010/12/offener-brief.html

 

Rolf Breitfeld [einer der 6 Opfervertreter am Runden Tisch Heimerziehung] sagte, am 24. Dezember 2010 zu 15:44
"...
ich habe als einziger mit NEIN gestimmt.
eine einstimmigkeit hat es also nicht gegeben."
http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/12/20/%C2%BBdie-heimkinder-haben-doch-zugestimmt%C2%AB/#comments

 

Merkwürdig auch, wie es zu dieser angeblichen Einstimmigkeit kam:

 

Rolf Breitfeld [einer der 6 Opfervertreter] sagte, am 24. Dezember 2010 zu 15:44
"frau vollmer hat auftragsgemäß die ehemaligen heimkinder verraten….
als am rth abgestimmt wurde haben sich die 3 heimkinder leider der erpressung, der rth würde sonst platzen, gebeugt.
ich hätte ihn platzen lassen, ein schlechteres ergebnis hätte es dann auch nicht gegeben.
als alles durchgewunken war hat frau vollmer plötzlich und unerwartet die 3 nicht stimmberechtigten vertreter auch abstimmen lassen, wohl um das ergebnis nach oben hin abzurunden.
ich habe als einziger mit NEIN gestimmt.
eine einstimmigkeit hat es also nicht gegeben."
http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/12/20/%C2%BBdie-heimkinder-haben-doch-zugestimmt%C2%AB/#comments

 

Opfervertreter massiv unter Druck gesetzt
Letztlich jedoch stimmten die Opfervertreter am Runden Tisch „mit schlechtem Gewissen“ dem Abschlussbericht zu, was allein darauf zurückzuführen sei, „dass sie massiv unter Druck gesetzt wurden mit der vorgeblichen Behauptung, sie bekämen sonst gar nichts“: „Welche Wahl hatten sie denn? Man hatte sie genötigt, entweder den faulen Kompromiss zu akzeptieren oder aber angeblich die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die Mehrheit der Heimkinder am Ende finanziell völlig leer ausgeht! ...“
http://www.hpd.de/node/10868 

 

"Wir kamen uns wieder einmal vor wie die Bettler", sagt Sonja Djurovic, eine der Vertreterinnen der Heimkinder. Also blieben sie draußen vor der Tür, und erst als Antje Vollmer, die Moderatorin des "Runden Tisches Heimerziehung", ihnen ins Gewissen redete, sie dürften doch nicht am vorletzten Tag der Beratungen alles kaputt machen, da setzten sie sich doch zu den anderen, zu den Vertretern des Bundes, der Länder, der Kirchen und der Wissenschaft. "Mit sehr gemischten Gefühlen", wie Sonja Djurovic sagt, "aber es ist besser, ein bisschen zu erreichen, als gar nichts zu erreichen".

www.sueddeutsche.de/politik/nach-zwei-jahren-verhandlungen-heimkinder-koennen-auf-entschaedigung-hoffen-1.1034971

 

 

Ist das ein verwunderliches Ergebnis? Nein, höre ich nach Sitzungsschluss, es wurde unglaublicher Druck auf die drei ehemaligen Heimkinder Sonja Djurovic, Eleonore Fleth, Dr. Hans-Siegfried Wiegand und deren ständige Vertreter Stefan Beuerle, Jürgen Beverförden, Rolf Breitfeld ausgeübt. Und der drang hinaus bis zu den Wartenden vor der Sicherheitstür: Erst sorgte die Vorsitzende dafür, dass von den sich Sträubenden zumindest die festen Mitglieder den Saal betraten, später Marlene Rupprecht, Mitglied des Petitionsausschusses und des Deutschen Bundestages, die bewegt und gestikulierend auf die vor der Saaltür sich beratende Gruppe der Ehemaligen Heimkinder einwirkte. 

http://hpd.de/node/10864

 

Laut Vollmer sollte der Runde Tisch Heimerziehung auch eine "kleine Wahrheitskommission" sein:


 "Ich nenne diesen Runden Tisch eine kleine Wahrheitskommission. Das ist ein großer Name, aber das Ähnliche zu der Wahrheitskommission, die es mal in Südafrika gegeben hat, ist, dass man alle Beteiligten mit ihren Gesichtspunkten an einem Tisch braucht, um an einer Lösung zu arbeiten. Das heißt, wir müssen die Bereitschaft von allen Seiten haben, sich das anzugucken, wahrhaftig anzugucken, was damals gewesen ist."

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1341019/
http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=60444&datum=20101210&playtime=1292002817&fileid=c2cdef87&sendung=60444&beitrag=1341019&/ 

 

Eine gemeinsame Wahrheit hat der Runde Tisch in zwei Jahren aber nicht gefunden. Die Vertreter der ehemaligen Heimkinder drohten kurz vor dem Abschluss sogar damit, den Runden Tisch zu verlassen. Bis zuletzt wurde um Worte und viel Geld gestritten.
http://www.detlef-grumbach.de/

Antje Vollmer, die Wahrheitskommissarin - was war die Wahrheit an Ihrem Runden Tisch?

Die strickte Weigerung

- die unzähligen Zwangsarbeiten in Kinder- und Jugendheimen als Zwangsarbeit anzuerkennen?

- die unzähligen Verbrechen an Säuglingen, Kleinkindern, behinderten Kindern, an psychisch kranken Kindern, an Jugendlichen, als Verbrechen zu betiteln?

- die millionenfachen Menschenrechtsverletzungen in Säuglingsheimen, Kinderheimen, Behindertenheimen, Heimen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche, und in Jugendheimen als Menschenrechtsverletzungen anzuerkennen?

Wo war "die Bereitschaft von allen Seiten [...], sich das anzugucken, wahrhaftig anzugucken, was damals gewesen ist."?


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Published by Helmut Jacob
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