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18. Juni 2014 3 18 /06 /Juni /2014 23:25

Dierk Schäfer, evangelischer Theologe aus Bad Boll, hat gezwitschert. Er hat getwittert und das heißt eben auf deutsch "zwitschern" (https://twitter.com/dierkschaefer). Damit hat er mich wieder auf eine wichtige Spur gebracht und mir ins Gedächtnis gebracht, dass auch viele Regensburger Sängerknaben - es sollen bis zu 60 sein - Opfer sexueller Gewalt wurden. Sie fanden kein Gehör bei der katholischen Kirche und haben sich darum entschlossen, mit einer Homepage an die Öffentlichkeit zu treten und das Geschehene, also die sexuelle Gewalt, zu veröffentlichen. Denn auch die Medien haben sich von ihnen getrennt; für sie ist das Thema "ausgelutscht".
Die Regensburger Opfer haben klug gehandelt. Nur durch eine Internetpräsenz bleiben ihre Schicksale in der Öffentlichkeit. So lange, bis der letzte Webmaster gestorben ist und übers Archiv des Internets noch lange Jahre. So hat es auch die "Freie Arbeitsgruppe JHH 2006" nach langer Diskussion getan. Sie hat sich gedacht:  "Ein Buch, ganz schön und gut; aber wenn die ersten Auflagen verkauft sind, ist nichts mehr vorhanden". Heute wird die Homepage www.gewalt-im-jhh.de monatlich tausende Male besucht. Bleibt den Regensburger Domspatzen-Opfern nur zu wünschen, dass sie ähnlich Aufmerksamkeit finden.

(1) http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-grunden-missbrauchs-archiv/04072012/

(2) http://www.intern-at.de

Heimkinder, Heimopfer, sexuelle Gewalt, Regensburger Domspatzen, katholische Kirche

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Published by Helmut Jacob
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