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30. Dezember 2013 1 30 /12 /Dezember /2013 23:15

Kath-Kirche-5000.jpg

Lese ich diese Schlagzeilen, gehen mir Ereignisse durch den Kopf, die auf der Homepage der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006“ unter den Reitern „Blick über den Tellerrand“ dokumentiert sind. Ich denke an den Jungen, der sich sonntags vor der Messe bücken musste, um den Priester rücklings zu empfangen. Ich denke an den jungen Mann, den der Priester so lange masturbierte, bis er in seiner Hand ejakulierte. Ich denke an viele weitere Scheußlichkeiten, die ich nun wirklich nicht schildern kann, weil sie die Grenze des Erträglichen überschreiten. Der wohl dämlichste Missbrauch von Heimkindern verbaler Art (weil hier den jungen Männern die Frau als geradezu gefährlich verkauft wird) darf allerdings noch einmal zitiert werden:

„‚Ich bin euer Wohltäter!’, behauptete der damalige Heimdirektor stets von sich selbst. An seinem Geburtstag, quasi einem der höchsten Feiertage, pflegte er die Zöglinge über die Heimsprechanlage zu wecken: ‚Ja wer hat heute Geburtstag? Richtig: Euer Wohltäter!’ Der Pater, ein beleibter Herr Anfang 70, dessen Blick zwischen Heilsbringer und Dämon changierte, glaubte ganz im Sinne des Ordensgründers Don Bosco zu handeln, wenn er sein krudes Weltbild verbreitete. An einem Abend erklärte er im voll besetzten Speisesaal: ‚Zwischen den Schenkeln einer Frau findet sich der Eingang zur Hölle.’“
http://www.zeit.de/2010/15/A-Internat-Erziehungsmethoden

Und dafür erhalten die Geschundenen, deren Psyche oft nachhaltig geschädigt war oder noch ist, die nie einen Fuß in der Gesellschaft fassen konnten, die aufgrund der Erlebnisse kein „normales Leben“ führen konnten, die heute arm und hilflos sind, 5.000 Euro, die auch noch als Entschädigung gefeiert werden.

 

Heimkinder, Ministranten, Katholische Kirche, Missbrauch, Vergewaltigung, Opferentschädigung

 

 

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Published by Helmut Jacob
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