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18. Mai 2009 1 18 /05 /Mai /2009 01:10
Angesichts der Verbrechen an den Heimkindern, die in nunmehr 3 Jahren Aufarbeitung ans Tageslicht gekommen sind, den Opfern eine Entschädigung abzusprechen oder dieses zu versuchen, zeugt von einer moralischen Verlotterung, die den Gegner von Entschädigungen selbst ins Abseits stellt. Diese Verluderung dokumentiert sich schon in vielen Bereichen. Bänker werden mit Geld zugefüttert; - man braucht gar nicht lange nachzugrübeln, dass mit diesen Finanzspritzen zahlreiche Einlagen abgesichert werden sollen, die nicht den Weg nach Lichtenstein oder in die Schweiz geschafft haben. Dafür hat man für HartzIV-Mütter gerade mal 100€ Schulgeld übrig. Im übrigen bestätigt sich der Verdacht, dass wirklich alles unternommen wird, dieses Problem, dass aufmüpfige ehemalige Heimbewohner den Kirchen, staatlichen Aufsichtsbehörden und der Politik aufgetischt haben, einfach biologisch zu lösen. Es wird so lange schwadroniert, bis die Zielgruppe nicht mehr vorhanden ist. Allein die gesundbeterische Behauptung, es seien alles nur bedauerliche Einzelfälle, die keine Systematik erkennen ließen, ist heute nur noch eine Boshaftigkeit. So ist klar zu erkennen, dass es in etlichen Heimen eine Ausnahme war, wenn einzelne Betreuer/innen "gut" zu ihren Schützlingen waren. Sie selbst wurden oft gemobbt.
An der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels unseres Landes aktualisieren sich die moralischen Wertstäbe dieser Gesellschaft.

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Published by Helmut Jacob
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