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12. Januar 2009 1 12 /01 /Januar /2009 14:58

taz.de 12. 01. 2009

Heimkinder gehen leer aus

Familienministerin von der Leyen will ehemalige Heimkinder, die Zwangsarbeit leisten mussten, nicht entschädigen. Ausgerechnet die Täterverbände sollen die Aufklärung leiten.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/heimkinder-gehen-leer-aus/

 

Kommentar:

Wo beginnt das Schamgefühl eines Menschen und wo hört es auf. Diese moralische Frage, die sich jeder mal stellen sollte, muß in diesen Tagen Ministerin Ursula von der Leyen beantworten. Ihre Absichten sind nicht nur unerträglich, sondern geradezu unanständig. Sie stellen eine weitere Mißhandlung ehemaliger Kinder und Jugendlicher - nunmehr offiziell seitens der Bundesregierung - dar, die bereits zwischen 1945 und 1980 unter unermesslichen Verbrechen gelitten haben.

Von der Leyen versucht, berechtigte Entschädigungsforderungen von Heimkinder, die vergewaltigt, die zusammengeschlagen und denen die Knochen gebrochen wurden, die oft über Wochen in Dunkel- und Isolationshaft leben mußten, die oft rund um die Uhr psychischem Terror ausgesetzt waren, denen man Bildung oder Ausbildung versagt, die man zur Zwangsarbeit ins Moor geprügelt hat, abzuwimmeln.

Viele dieser ehemaligen Kinder und Jugendlichen, darunter auch körperbehinderte und/oder geistigbehinderte, sind heute Wracks. Ihr Leben wäre völlig anders verlaufen, wären sie nicht in die Fänge von Kirche, Staat und Fürsorge geraten. Dabei haben alle Aufsichtsorgane in ihrer Aufsichtspflicht versagt und damit diese Verbrechen gefördert. Hier hat die Gesellschaft eine Schuld auf sich geladen, die erst in den letzten 3 und in den kommen 10 Jahren im vollem Ausmaße sichtbar wird. Viele Geschundenen trauten sich 40, 50 Jahre nicht, über ihr Leiden zu sprechen, weil man sie oft - übrigens auch von staatlichen Stellen - als Lügner diffamierte und dies heute noch tut.

Die Forderungen der Opfer sind völlig berechtigt: Aufrichtige Entschuldigung, Entschädigung für Zwangsarbeiten, Nachzahlung der unterschlagenen Rentenbeiträge, Taschengelder, Bekleidungsbeihilfen und eine Entschädigung für ihr verpfuschtes Leben. Mit ihren verabscheuungswürdigen Absichten
spielt Von der Leyen den Folterknechten und ihren Rechtsnachfolgern in die Hände, die sich schamlos wieder aus der Deckung trauen und frech behaupten: So schlimm war es alles nicht.

Soll unser Land nicht endgültig zur Bananenrepublik verkommen, dann Frau Bundeskanzlerin, pfeifen Sie diese Frau energisch zurück.

 

 

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Published by Helmut Jacob
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Kommentare

Martin Mitchell, Australien 01/20/2009 19:28

Die Täter und Täterorganisationen der menschenverachtenden und menschenrechtsverachtenden bewiesenen institutionellen Kinderzwangsarbeit und der weitverbreiteten institutionellen Misshandlungen jeglicher Art haben im wahrsten Sinne des Wortes den „Heimkinderopfern“ ihre „Kindheit gestohlen“ und ihnen damit ihr „zukünftiges Leben genommen“. Sie haben von ihren Opfern profitiert und jahrzehntelang hunderttausenfach große Beute kassiert. Sie haben, u.a., „Menschenhandel“ betrieben. Sie wollen weder ihren unrechtmäßigen Gewinn zurückgeben, noch Sühne tun. Sie nennen sich „Christen“, „deutsche Christen“, und sie waren, sind und bleiben „Räuber“ und „Diebe“ und „Foltermeister“, nicht in der DDR, sondern in der Bundesrepublik.
Sagt aber nicht auch selbst das Gesetz, „Ein Hehler ist schlimmer als ein Stehler.“?
Jemand der die „Verbrechen“ eines „Verbrechers“ ( ob diese „Verbrechen“ „verjährt“ „sind“, oder nicht ) auch nur teilweise versucht zu verdecken oder zu verschleinern, ist ein „Hehler“!
Was macht das die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen? Und sie will was sie vorhat und sich vorgenommen hat als „Representantin des Volkes“, die sie vorgibt zu sein, befehlen und tun, mit Segnung ihrer Partei, der CDU ( »„Christlich Demokratische Union“ Deutschlands« ), „im Namen des Volkes“.